Umzug in die Stadthalle läuft auf Hochtouren

Geordnetes Chaos herrschte am Montag noch in der zum Rathaus umfunktionierten Stadthalle. Alle Mitarbeiter mitsamt Verwaltungsspitze packen kräftig mit an, damit ein möglichst normaler Alltag bald wieder einziehen kann.
Geordnetes Chaos herrschte am Montag noch in der zum Rathaus umfunktionierten Stadthalle. Alle Mitarbeiter mitsamt Verwaltungsspitze packen kräftig mit an, damit ein möglichst normaler Alltag bald wieder einziehen kann.
Foto: Ralf Hermann
Als Albert Winter gestern morgen um kurz nach 8 Uhr das durch den Brand schwer beschädigte Hallenberger Rathaus erreichte, da traute der Feuerwehr-Chef seinen Augen und Ohren nicht. Vor dem Rathaus stand ein Mann, der laut Winter vehement den Hallenberger Bürgermeister zu sprechen wünschte. Auf den Grund angesprochen, outete er sich als Vertreter von Büro-Ausstattungen aller Art. Viel Glück hatte der „schnelle“ Vertreter aber nicht, ein Gespräch mit Michael Kronauge ist an diesem Morgen jedenfalls nicht zustande gekommen.

Hallenberg..  Als Albert Winter gestern morgen um kurz nach 8 Uhr das durch den Brand schwer beschädigte Hallenberger Rathaus erreichte (wir berichteten), da traute der Feuerwehr-Chef seinen Augen und Ohren nicht. Vor dem Rathaus stand ein Mann, der laut Winter vehement den Hallenberger Bürgermeister zu sprechen wünschte. Auf den Grund angesprochen, outete er sich als Vertreter von Büro-Ausstattungen aller Art. Viel Glück hatte der „schnelle“ Vertreter aber nicht, ein Gespräch mit Michael Kronauge ist an diesem Morgen jedenfalls nicht zustande gekommen.

Kein Wunder, schließlich war es der Morgen nach einem mehr als stressigen Wochenende auch und gerade für den Verwaltungs-Chef. Schließlich galt es, den Schaden zu begutachten, eine neue Bleibe zu finden und möglichst viele Akten aus dem Rathaus zu retten. Eine Arbeit, die gestern nahtlos fortgesetzt wurde, zumal schnell feststand, dass aus der Stadthalle nun das „Rathaus light“ wird für die nächsten Monate. Warum das Feuer ausgebrochen ist und welchen Schaden es tatsächlich verursacht hat, stand gestern noch nicht fest. „Die Polizei hat noch Technik gesichert und wird Laboruntersuchungen machen. Vermutlich wird die Ursache Anfang nächster Woche feststehen“, so der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Matthias Stappert. Heute kommen Experten der Versicherung und des Instituts für Schadensforschung, um die Schadenshöhe zu beurteilen.

Sehen werden sie neben den Schäden auch die 20 städtischen Mitarbeiter, die dort und in der Stadthalle gerade kräftig zupacken. Aktenschränke, Tische, Stühle, unzählige Kisten und vieles mehr wird gerade von A nach B geräumt. Aus dem Thekenbereich der Stadthalle ist quasi eine Kantine geworden und auch die Experten der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale KDVZ waren schon in der Nuhnestadt, damit möglichst bald wieder ein fast normaler Alltag einkehren kann für Mitarbeiter und Bürger.

Heute schon soll es ein wenig geregelter zugehen. Gestern war es ohnehin ruhig. Zwei zu beurkundende Sterbefälle waren die Bilanz bis zum frühen Nachmittag. Die vier Fachbereiche Ordnung, Soziales, Finanzen und Hauptamt richten sich Schritt für Schritt ein, Bürgermeister Michael Kronauge ist in den Raum gezogen, in dem normalerweise die Stühle gelagert werden, sein Allgemeiner Vertreter Matthias Stappert arbeitet künftig in der Garderobe. Die Rufnummer 02984 3030 ist mittlerweile umgeleitet, so dass die Verwaltung telefonisch wieder zu erreichen ist. Die Daten, die auf den Servern der KDVZ liegen, sind ohnehin gesichert, bei den Daten, die in Hallenberg gespeichert werden, ist die Situation noch unklar. „Wenn wir Glück haben, dann fehlt uns bei der Datensicherung nur ein Tag, es kann aber auch eine Woche sein“, sagt Matthias Stappert. Die Akten und Daten, die sensibel zu handhaben sind, so zum Beispiel aus dem Sozialwesen, werden auch in der Stadthalle so gelagert, dass sie vor fremden Zugriff gesichert sind. Ansonsten wird halt weiter gesichtet, was das Feuer und vor allem das Löschwasser an Akten und Ausstattung verschont hat und was nicht.

Rund 600 Kubikmeter hat die Feuerwehr benötigt, um das Feuer zu bekämpfen.

Noch am Sonntag waren auf dem Spitzboden des Rathauses Nachlöscharbeiten vonnöten, die drei Stunden gedauert haben.

 
 

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