Teufelskralle und Storchschnabel entdeckt

Zahlreiche Familien waren der Einladung der Sektion Hochsauerland des Deutschen Alpenvereins gefolgt.
Zahlreiche Familien waren der Einladung der Sektion Hochsauerland des Deutschen Alpenvereins gefolgt.
Foto: Veranstalter

Winterberg..  „Woher kommt der Name kleiner Klappertopf?“ – Diese und viele andere Fragen der Teilnehmer beantwortet Ulrich Lange aus Grönebach gerne, wenn er mit einer Gruppe über die Bergwiesen im Hochsauerland wandert. Zahlreiche Familien waren der Einladung der Sektion Hochsauerland des Deutschen Alpenvereins gefolgt und erkundeten mit ihm die außergewöhnlich bunten Bergwiesen rund um Winterberg.

Viele Erklärungen

Neben dem Klappertopf gibt es hier zahlreiche seltene Pflanzen und Schmetterlinge zu entdecken. Lange erläutert, warum die Bergwiesen als Kulturlandschaft bedroht sind. Die intensive Landwirtschaft hat auch die Höhen des Sauerlandes nicht verschont.

Die Wiesen werden erheblich mehr gedüngt und bis zu vier Mal im Jahr für die Silage gemäht. Hierdurch entstanden vielerorts artenarme Wiesen, auf denen neben wenigen Grassorten meist nur noch Löwenzahn zu finden ist. Auf teilweise unmittelbar angrenzenden Wiesen in extensiver Bewirtschaftung findet sich hingegen eine ausgeprägte Artenvielfalt mit schwarzer Teufelskralle, Storchschnabel und anderen.

Die traditionelle Heuwirtschaft auf diesen Flächen erbringt geringere Erträge, belohnt die Landwirte aber mit einer ausgesprochen hohen Heuqualität mit einem hohen Kräuteranteil. Im Rahmen des LIFE-Projektes „Bergwiesen“ sollen die Besitzer ermuntert werden, ihre Wiesen extensiv zu bewirtschaften und somit zur Artenvielfalt auf den Höhen des Sauerlandes beizutragen.

Nach einer ausgiebigen Rast an der Ruhrquelle führte der Weg über die historische „Heidenstraße“, eine über 1.000 Jahre alte Heer- und Handelsstraße, wieder zurück nach Winterberg.

 
 

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