Subvention für Biogasanlagen endet

Marsberg.  Für den unter anderem bei Biogasanlagen produzierten und in das öffentliche Netz eingespeisten Strom erhalten die Anlagenbetreiber vom jeweiligen Netzbetreiber für die Dauer von 20 Jahren eine feste Einspeisevergütung auf der Grundlage des Energieeinspeisegesetzes (EEG). Die Biogasanlage der Stadtwerke Marsberg ist 2006 in Betrieb genommen worden. Der Zeitraum der zugesicherten Einspeisevergütung endet daher mit Ablauf des Jahres 2025. Für Biogasanlagen, die schon früher in Betrieb genommen worden sind, endet der Vergütungszeitraum teilweise schon bald. Für die betreffenden Anlagenbetreiber stellt sich die Frage, wie es weiter gehen soll und ob sich notwendige Unterhaltungsmaßnahmen noch lohnen.

Sorgen der Anlagenbetreiber

Diese und viele weitere Fragen rund um das geplante neue EEG 2016 wurden mit dem heimischen Bundestagabgeordneten, Dirk Wiese (SPD), der auch Mitglied in dem für dieses Thema zuständigen Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie ist, im Rahmen eines Arbeitsgesprächs auf dem Gelände der Biogasanlage der Stadtwerke Marsberg diskutiert.

An dem Gespräch nahmen neben Vertretern der Stadt Marsberg auch Stephanie Wetekam als Anlagenbetreiberin und Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Waldeck, Reinhold Kalhöfer-Köchling als Anlagenbetreiber und Gemeindevorstand der Gemeinde Diemelsee sowie Klaus Anduschus als Vertreter des Maschinenrings Kommunalservice GmbH aus Calden, (als Berater von Energieprojekten und Anlagenbetreiber vertritt der Maschinenring rund 240 Biogasanlagen) teil. Sie trugen Wiese die Sorgen und Nöte der Anlagenbetreiber sowie deren Wunsch nach einer auskömmlichen Anschlussfinanzierung vor.

Vorgaben der Aufsichtsbehörden

Franz-Josef Jesper (Betriebsleiter Stadtwerke) wies darauf hin, dass aufgrund erhöhter Vorgaben der Aufsichtsbehörden (zum Beispiel des Gesundheitsamtes und der Umweltbehörden) die Biogasanlage nicht kostendeckend arbeitet und die fehlenden Mittel über die Wassergebühr gedeckt werden müssen. Falls keine auskömmliche Anschlussfinanzierung im Rahmen des EEG 2016 erfolgen oder die Anschlussfinanzierung ganz entfallen sollte, müssten die Bürgerinnen und Bürger in Marsberg mit noch höheren Wassergebühren belastet werden.

Wiese versicherte, sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für die Biogasanlagenbetreiber insgesamt und unter dem Aspekt des Wasserschutzes insbesondere für Biogasanlage der Stadtwerke Marsberg einsetzen zu wollen.

 
 

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