Stellplätze an der Stadthalle künftig teurer

Wohnmobil-Stellplatz an der Stadthalle Winterberg.
Wohnmobil-Stellplatz an der Stadthalle Winterberg.
Foto: Ralf Hermann
Urlauber, die ihr Wohnmobil auf dem Großraum-Parkplatz an der Stadthalle abstellen möchten, werden künftig dafür mehr bezahlen müssen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem Rat Winterberg am Dienstagabend unter anderem die Empfehlung gegeben, die Tages-Parkgebühr von 8 auf 15 Euro anzuheben.

Winterberg. Urlauber, die ihr Wohnmobil auf dem Großraum-Parkplatz an der Stadthalle abstellen möchten, werden künftig dafür mehr bezahlen müssen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem Rat Winterberg am Dienstagabend unter anderem die Empfehlung gegeben, die Tages-Parkgebühr von 8 auf 15 Euro anzuheben. Endgültig entscheiden darüber muss das Stadtparlament in seiner nächsten Sitzung.

Grund für die Beratungen im Ausschuss war ein Schreiben an die Stadt Winterberg, in dem vier Campingplatz-Betreiber die derzeitige Situation in Sachen Wohnmobile thematisiert hatten. Sie kritisieren darin insbesondere das sehr verbreitete „wilde Campen“. Eine mangelhafte Beschilderung und Kontrolle seien Gründe für das Anwachsen des Problems, heißt es weiter. Ferner forderten sie eine Anhebung der direkten Gebühren an der Stadthalle, um so unter anderem einer zunehmenden Ungleichbehandlung sowohl der Camper als auch der Campingplatz-Betreiber entgegenzuwirken.

Parkplätze sperren

Die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss einigten sich schließlich auf eine Empfehlung an den Rat, der in drei Teile gegliedert ist. So wurde neben der Erhöhung der Standgebühr von 8 auf 15 Euro, in der nun auch die Kurtaxe verankert sein soll, vereinbart, dass künftig zwei bis drei Parkplätze für Wohnmobile gesperrt bleiben. Welche Parkplätze dies sein werden, steht noch nicht fest. Zuständig für ein Parkverbot ist der Hochsauerlandkreis. Ferner wurde beschlossen, dass die privaten Campingplatz-Betreiber mittelfristig einen geeigneten Standort für einen Stellplatz finden, der dann auch privatwirtschaftlich betrieben wird. Denn der Stellplatz an der Stadthalle ist ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht, um das „wilde Campen“ einzudämmen.

Neues Leitsystem

Neben dieser Thematik befasste sich der Ausschuss auch mit der Einführung eines neuen Leitsystems für Autos und Fußgänger. Dies gibt es bislang in Winterberg noch nicht. Ein für die Konzeptionierung beauftragtes Fachbüro hatte am Dienstagabend ein komplettes Umsetzungspaket sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger vorgestellt. „Es ist ein gutes Konzept, das wir umsetzen möchten, vorbehaltlich der Mittelfreigabe für die Auftragsvergabe durch den Haupt- und Finanzausschuss“, so Bürgermeister Werner Eickler gestern auf WP-Anfrage.

In den Haushalt sind für dieses Projekt im Jahr 2012 insgesamt 80 000 Euro, im Jahr 2013 60 000 Euro und im Jahr 2014 nochmals 60 000 Euro. Fördergelder gibt es nicht.

Das Leitsystems soll es Autofahrern und Fußgängern erleichtern, ihr Ziel zu erreichen. 60 wichtige Ziele vom Parkplatz, dem Krankenhaus, der Polizei über die Innenstadt, Einkaufs-Möglichkeiten bis zu touristischen Anziehungspunkten sind in diesem System integriert.

 
 

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