Stadt Winterberg steigt ins Oversum ein

Blick auf das Ei des Oversum Vital Resort Winterberg, Luftbild von Winterberg Sauerland
Blick auf das Ei des Oversum Vital Resort Winterberg, Luftbild von Winterberg Sauerland
Foto: www.blossey.eu
Die Stadt Winterberg hat sich im Rahmen der aquasphere-Insolvenz ihr Erbbaugrundstück zurück geholt. Außerdem: Die bisherige Betreibergesellschaft übernimmt das Hotel und die Stadthalle. Das Bad soll schnellstens wieder geöffnet werden.

Winterberg.  Die Stadt Winterberg erhält zum 1. April ihr Erbbaugrundstück zurück. Neuer Eigentümer des Oversum-Hotels nebst der angeschlossenen Stadt-/Kongresshalle wird die jetzige Betreibergesellschaft des Vier-Sterne-S-Resorts, die Oversum Hotel GmbH. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen rund um die Insolvenz des bisherigen Eigentümers des Komplexes, der aquasphere Winterberg GmbH, die am Donnerstagnachmittag in einer Gläubigerversammlung am Amtsgericht in Arnsberg gipfelten.

Hotelbetreiber nun Miteigentümer

Die Stadt Winterberg ließ über ihren Notar aus Münster gestern eine Pressemitteilung verbreiten. Für Rückfragen standen weder Bürgermeister Eickler noch Konkursverwalter Dr. Kampmann (Dortmund) zur Verfügung.

Laut dieser Pressemitteilung soll das Sportbad „in den nächsten Tagen“ in Regie der Stadt Winterberg wieder geöffnet werden. Die Pachtverhältnisse mit der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH und dem Medizinischen Versorgungszentrum des St. Franziskus-Hospital liefen unverändert weiter, heißt es.

Neu: Der früher von der insolventen Vital Resort Winterberg GmbH neben dem Sportbad betriebene Wellness-, Sauna- und Beautybereich werde an die Oversum Hotel GmbH verpachtet. Deren Geschäftsführer Gerhard Huber werde „den Spa-Bereich auch für die Bürger und Gäste öffnen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Nachdem alle im Rahmen des Insolvenzverfahrens beteiligten Parteien sämtliche erforderlichen Verträge unterzeichnet hätten, könne „die Philosophie, überalterte monostrukturierte Gebäude mit großem Investitionsstau aufzugeben und sich an zentraler Stelle gemeinsam mit einem privaten Partner auf die für Winterberg wichtigen Angebote zu konzentrieren ... in der ganzen Angebotsvielfalt und ihren so notwendigen Synergien gelegt werden“, ließ die Stadt mitteilen.

Welche finanziellen Folgen gibt es?

Welche finanziellen Folgen sich für die Stadt und die Gläubiger ergeben, wurde nicht angesprochen.

Laut den von der aquasphere Winterberg GmbH im Internet veröffentlichten Verträgen hatte die Stadt ihr das für Hotel und Kongresshalle benötigte 5402 qm große Grundstück für 1 Euro veräußert und weitere 11200 qm bis Ende 2041 für 1 Euro jährlich in Erbpacht übertragen.