Solidarität in der Stadt bewahren

Brilon.  Zur Mitgliederversammlung der Bürgerhilfe Brilon begrüßte Vorsitzender Dr. Christof Bartsch auch das Mitglied mit der Mitglieds-Nr. 1, Bürgermeister Franz Schrewe. Ebenso als Mitglieder der ersten Stunde wurden MdB Dirk Wiese und der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Peter Porada, begrüßt. Erfreulich: Der Verein ist auf 198 Mitglieder gegenüber 152 vor genau einem Jahr angewachsen ist und weiter wächst.

Neben den Vereinsregularien wurden in der Generalversammlung ausführlich die Ziele und Vorhaben des Vereins erörtert.

Dr. Bartsch beschrieb sehr anschaulich die erforderliche konzeptionelle Arbeit, die sich der Verein nicht nur mit seinen Vorstandsmitgliedern vorgenommen hat. Auf dem Weg zur Erreichung der Ziele, die ihren Teil dazu beitragen sollen, die Zukunft einer „Bürgergesellschaft“ in unserer Stadt zu prägen, seienalle aktiven Helferinnen und Helfer willkommen und zu beteiligen.

ie Bürgerhilfe Brilon e.V. ist in erster Linie angetreten, um den vermeintlichen Verlust an Solidarität in der Stadt und ihren Dörfern entgegen zu treten. Nicht nur die Unterstützung von hilfebedürftigen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist das erklärte Ziel, sondern die gemeinsame und gegenseitige Unterstützung von Alt und Jung im Interesse einer lebenswerten Zukunft.

Kooperation mit benachbarten Bürgerhilfevereinen im HSK und Nordhessen, mit dem Seniorenbeirat der Stadt Brilon und dem Christophorushaus in Gudenhagen werden dazu beitragen, dass eine starke Gemeinschaft entsteht, die ehrenamtliche Hilfeangebote mit professioneller Hilfe verbinden kann. Die Zukunft gemeinsam zu gestalten ist eine anspruchsvolle Herausforderung, der sich die Bürgerhilfe Brilon stellen will. Die Diskussion zeigte, dass Vorstand und Mitarbeiterinnen der Bürgerhilfe dazu noch viele Ideen „in der Pipeline“ haben, die allerdings mit Bedacht und über die folgenden Jahre verteilt angegangen werden sollen.

840 Hilfestunden geleistet

Schriftführer Udo Adamini dazu: „Wir wollen uns nicht verzetteln und vor allem unsere eigentliche Arbeit tun. Daher gilt es, Neues stets mit realistischem Blick und Schritt für Schritt anzugehen.“

Dass der im November 2011 gegründete Verein dabei auf einem guten Weg ist, beweist die Anzahl der im Jahr 2013 geleisteten Hilfestunden von 840. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 170 Prozent. „Es muss berücksichtigte werden, dass dies nur die dokumentierten Stunden sind. Vielfach verselbstständigt sich die Hilfeleistung in dem Sinne, dass die Plattform, die wir mit der Bürgerhilfe bieten, gar nicht mehr gebraucht wird“, so Vorstandsmitglied Ulla Koth.

Und Christof Bartsch ergänzt: „Dieser Effekt ist von uns ausdrücklich gewollt. Schließlich soll der Verein keinem Selbstzweck, sondern den Menschen in Brilon und den Dörfern dienen, die in einzelnen Lebenssituationen Hilfe benötigen.“ Für ältere Mitbürger soll so gewährleistet werden, dass sie so lange wie möglich in ihrem gewohnten und vertrauten Umfeld alt werden und alt sein können, ohne dass dies durch kleinere Alltagsprobleme durchkreuzt wird.

 
 

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