Sieben Investoren wollen neue Windräder bauen

Sieben Investoren wollen in Brilon Windkräder bauen.
Sieben Investoren wollen in Brilon Windkräder bauen.
Foto: dapd
Standorte von Gutachten abhängig / Bürgerwindpark offen für alle

Brilon.  (hjh) Bisher haben sieben Windkraft-Investoren bei der Stadt Anträge auf die Errichtung von Windrädern gestellt. Die ins Auge gefassten Standorte reichen – so Stadtbaurat Johannes Nolte auf Anfrage der WP – „von Madfeld bis Altenbüren“. Insgesamt handelt es sich um etwa 30 Windräder.

Mittwochabend befasste sich der Bauausschuss mit dem Öko-Gutachten zur weiteren Ausweisung von Windparks im Stadtgebiet. Allerdings in nichtöffentlicher Sitzung. Denn: „Das Gutachten ist noch lange nicht fertig“, so Ausschussvorsitzende Karin Bange (CDU) zur WP.

Bisher wurden jene Gebiete skizziert, in denen Windräder aus fundamentalen Siedlungs- und Naturschutzgründen nicht aufgestellt werden können. Im nächsten Schritt werden zum Beispiel die geografischen Gegebenheiten untersucht und die damit verbundene sogenannte Windhöffigkeit, also das potenzielle Windaufkommen. Auch lokale Artenschutzbelange spielen eine Rolle bei den weiteren Untersuchungen.

Welche „weiße Flecken“ (Nolte) dann noch für weitere Windräder übrig bleiben, ist abzuwarten. Im Prinzip, so Nolte, bräuchte die Stadt wegen der Anlagen im Raum Radlinghausen/Madfeld keine weiteren Flächen für Windparks mehr auszuweisen.

Allerdings lässt sich damit Geld auch in die Kasse der Kommune blasen - über die Verpachtung städtischer Flächen, zum Beispiel in den ausgedehnten Waldgebieten im nördlichen Stadtgebiet. Der so genannte Briloner Süden gilt wegen seiner Bedeutung für die weitere touristische Nutzung als Tabu-Zone.

Denkbar, so Nolte weiter gegenüber der WP, sei, die bisher sieben potenziellen Investoren – es soll sich aus Interessenten aus der Region handeln - in einem Windpark zu bündeln, quasi als Bürgerwindpark, an dem sich auch weitere Personen noch beteiligen könnten.

 
 

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