RWE trennt sich von Wasserkraftwerken an Oberer Ruhr

Blick auf den Olsberger Stausee. RWE unterhält in der Steinhelle zwei Wasserkraftwerke
Blick auf den Olsberger Stausee. RWE unterhält in der Steinhelle zwei Wasserkraftwerke
Foto: www.blossey.eu
Allein in der Steinhelle wird Strom für rund 2000 Haushalte produziert. Für sie gelten unbefristete Wassernutzungsrechte.

Olsberg.. Wenn von erneuerbaren Energien die Rede ist, stehen häufig Wind- oder Solarstrom im Fokus. Aber auch Wasserkraft spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie zuverlässig nahezu rund um die Uhr Elektrizität produziert. Dennoch verkauft RWE Innogy insgesamt zwölf Wasserwerke im Bereich der oberen Ruhr, darunter auch das am Olsberger Stausee gelegene Werk Steinhelle. „Hintergrund der Maßnahme ist eine Optimierung des Analagenportfolios, bei dem RWE seine Stärken noch gezielter bündeln möchte“, erklärt eine RWE-Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung.

Der Verkauf der Werke wirke sich nur unwesentlich auf das RWE-Erneuerbarenangebot aus, da die Anlagen weniger als ein Fünfzigstel von RWE Innogy’s deutscher Gesamterzeugung aus Wasserkraft ausmache. Bei den zum Verkauf stehenden Anlagen handele es sich größtenteils um kleine Anlagen mit einer installierten Leistung um die zwei Megawatt oder weniger, die dezentral und entfernt von den anderen Fokusgebieten von RWE für Wasserkraft lägen. Daher seien die Werke für einen lokalen Anbieter geeigneter als für den Konzern mit Sitz in Essen.

Verschiedene Interessenten

Momentan steht der Energieversorger mit verschiedenen Interessenten in Kontakt. „Wir sind bemüht einen Käufer zu finden, der sich langfristig für den Betrieb der Kraftwerke entscheidet und damit weiterhin als Partner der Region auftritt“, versichert die RWE-Sprecherin.

Bei den Wasserwerken Bestwig (0,03 MW), Steinhelle I (2,25 MW) und Steinhelle II (0,24) handelt sich um Laufwasserwerke. Für diese Anlagen, die wertvollen Grünstorm liefern, gelten unbefristete Wassernutzungsrechte. Zudem werden sie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) subventioniert und mit Steuermitteln gefördert.

Ende der 1920er Jahre wurden die Werke in Steinhelle I und II in Betrieb genommen. Die beiden Francis-Turbinen in Steinhelle I verfügen über eine Leistung von insgesamt 2,25 MW. Versorgt wird es über eine Druckrohrleitung mit dem nötigen Triebwasser. Das Zweite befindet sich am Auslauf des Olsberger Weihers. Die eingebaute Kaplan-Turbine stellt eine Leistung von 240 Kilowatt bereit. Gemeinsam erzeugen beide Kraftwerke im Durchschnitt jährlich rund 7 200 000 KWh Strom. Damit können rund 2000 Haushalte mit sauberer, klimafreundlicher Energie versorgt werden.

 
 

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