Rechtsanwalt und Notar wegen Betrugs vor Kadi

Foto: Franz Luthe
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Foto: WR/Franz Luthe

Brilon/Arnsberg.  Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Arnsberg hat es nicht leicht mit Angeklagten aus Brilon.

Nachdem seit Jahren der Hauptangeklagte des sog. Schröder-Komplexes als nicht verhandlungsfähig angesehen wird, stand die Kammer auch am Montag ohne Angeklagten da. Am Montag sollte der Prozess gegen einen ehemaligen Rechtsanwalt und Notar aus Brilon beginnen.

Der Verteidiger des 51-Jährigen teilte mit, dass sein Mandant wegen einer Erkrankung nicht in der Lage sei, an einer Gerichtsverhandlung teilzunehmen. Er hatte dem Vorsitzenden Richter der 6. Großen Strafkammer, Dr. Mehlich, ein ärztliches Attest vorgelegt.

Zum Auftakt krank

Dr. Mehlich sagte, das Gericht gehe zunächst davon aus, dass der Auftakt am Montag, 6. Juni, stattfinden werde. Sicher sei das aber nicht. Möglicherweise werde man den Prozess auf unbestimmte Zeit hin verlegen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Juristen Untreue und Betrug vor. Er soll Mandantengelder nicht ausgezahlt haben. Weiterhin soll er in mehreren Fällen Kraftfahrzeuge bestellt oder geleast haben, obwohl er diese zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr hätte bezahlen können. Im vergangenen August war das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

 
 

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