Rat Winterberg diskutiert über Paintball-Halle

Paintball erfreut sich unter jungen Menschen wachsender Beliebtheit.
Paintball erfreut sich unter jungen Menschen wachsender Beliebtheit.
Foto: WP
Ablauf und Ziel des Spiels sind klar definiert: Kleine Teams versuchen ihre Gegner mit Farbpatronen möglichst schnell abzuschießen. Wer getroffen wird, muss das Spielfeld verlassen! Paintball heißt dieser neue Trend aus den Vereinigten Staaten. In den vergangenen Wochen hat sich die Winterberger Kommunalpolitik mit diesem Thema befasst.

Niedersfeld.  Ablauf und Ziel des Spiels sind klar definiert: Kleine Teams versuchen ihre Gegner mit Farbpatronen möglichst schnell abzuschießen. Wer getroffen wird, muss das Spielfeld verlassen! Paintball heißt dieser neue Trend aus den Vereinigten Staaten. In den vergangenen Wochen hat sich die Winterberger Kommunalpolitik mit diesem Thema befasst. Grund: Der Betreiber der Kartbahn in Niedersfeld, Karl-Heinz Schleimer, hat eine solche Anlage auf seinem Gelände gebaut. Diese wurde von der Stadtverwaltung Winterberg jedoch zunächst wieder geschlossen, denn laut rechtskräftigen Bebauungsplan darf auf dem Gelände nur Kart gefahren werden.

Nun steht das Thema in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 11. September, ab 18 Uhr im Rathaus auf der Tagesordnung. Denn Karl-Heinz Schleimer hat schon am 23. Mai einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes gestellt, damit auch Paintball und Lasergame auf seinem Gelände erlaubt ist. Schleimer hat bereits einiges in die Anlage investiert, so wurden sogar alte Flugzeuge in der Halle aufgestellt. Vor allem Jugendliche haben großen Spaß am Paintball. Die Behörden haben, zum Bedauern der Paintball-Fans, jedoch einen etwas kritischeren Blick auf den spannenden Nervenkitzel. Sie sehen im Paintball potentiell die Gefahr, dass eine Kampf- und Tötungshandlung simuliert wird und das Spiel zu sehr einem echten Krieg ähnelt.

Auflagen entwickelt

In einer Bauausschuss-Sitzung zuletzt war die beantragte Änderung des Bebauungsplans bereits Thema. Großen Widerspruch gab es aber nicht. Nach Aussagen einiger Sitzungsmitglieder hatte sich ihre Skepsis gelegt, nachdem sich das Gremium näher mit dem Thema Paintball auseinandergesetzt hatte. Die vorrangige Meinung: Paintball ist eine Sportart. Im Vorfeld der Sitzung wurden aber einige Auflagen entwickelt, an die sich der Betreiber halten soll. So sollen keine Kampf- und Tötungshandlungen simuliert werden, die Aktiven dürfen keine Teamkleidung tragen, Minderjährige dürfen nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Darüber hinaus muss Karl-Heinz Schleimer auch die Flugzeuge wieder aus der Halle holen, da sie nach Meinung der Bauausschussmitglieder zu sehr eine kriegsähnliche Situation simulieren. Man war sich einig, dass unter diesen Umständen eine Änderung möglich sei und beschloss, dem Rat zu empfehlen, dem Antrag stattzugeben.

Die endgültige Entscheidung fällt nun in der kommenden Ratssitzung am Donnerstag. Karl-Heinz Schleimer wünscht sich, dass er die Anlage schnell wieder öffnen darf. „Ich möchte den Leuten hier vor Ort gerne etwas Neues bieten. Ich denke, eine solche Paintball-Anlage ist eine echte Attraktion für Niedersfeld.“

 
 

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