Rat: Schülerbeförderung verbessern

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Foto: picture-alliance/ dpa
Probleme bei der Schülerbeförderung am Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg haben den Winterberger Stadtrat am Donnerstag Abend beschäftigt. Thema waren insbesondere die langen Bus-Wartezeiten für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12. Sie müssen am Nachmittag mitunter bis zu einer Stunde warten. Der Rat beschloss, so schnell wie möglich diese Situation zusammen mit den Verkehrsbetrieben RLG und BRS zu lösen, auch wenn es zusätzliche Kosten für die Stadt verursachen sollte.

Winterberg.  Probleme bei der Schülerbeförderung am Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg haben den Winterberger Stadtrat am Donnerstag Abend beschäftigt. Thema waren insbesondere die langen Bus-Wartezeiten für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12. Sie müssen am Nachmittag mitunter bis zu einer Stunde warten. Der Rat beschloss, so schnell wie möglich diese Situation zusammen mit den Verkehrsbetrieben RLG und BRS zu lösen, auch wenn es zusätzliche Kosten für die Stadt verursachen sollte.

60 statt 45 Minuten Unterricht

Seit den Sommerferien gibt es am Winterberger Gymnasium eine andere Taktung bei den Unterrichtsstunden. 60 statt 45 Minuten dauert nun eine Stunde. Dies hat zum einen pädagogische Gründe, zum anderen sollte so der massive Nachmittags-Unterricht für die Schüler im Zuge von G8 (Abitur nach zwölf Schuljahren) entfrachtet werden. „Dies ist bei den Klassen 5 bis 9 auch gelungen. Da ist um 13.15 Uhr Schluss und die Beförderung funktioniert reibungslos. Dies ist schon ein großer Erfolg“, so Bürgermeister Werner Eickler gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Eine Entlastung beim Nachmittags-Unterricht in der Oberstufe, also in den Klassen 10 bis 12, sei aber nicht gelungen, so der Bürgermeister weiter. Dort gibt es an fünf Tagen die Woche weiter Unterricht auch nach der Mittagspause. Und insbesondere die Schüler, die in Richtung Negertal, Hilletal und in die Höhendörfer mit dem Bus nach Hause fahren, müssen bislang lange Wartezeiten hinnehmen. „In Richtung Medebach und Hallenberg ist die Beförderung in Ordnung. Das Problem betrifft also nur die Stadt Winterberg. Auch in Sachen möglicher Mehrkosten“, sagt Werner Eickler. Im Rat sei man sich angesichts der Situation schnell einig geworden, dass die Lösung nur an der Basis gefunden werden kann. Heißt, Ende September gibt es ein Gespräch zwischen Schulträger, den Verkehrsbetrieben und Schulleitung, um schnell eine bessere Schülerbeförderung als bisher zu ermöglichen. Einigkeit herrschte im Stadtparlament auch darüber, dass die Stadt dafür durchaus Geld in die Hand nehmen soll, wenn es keine kostenneutrale Variante geben sollte.

Standortsicherheit wichtig

Eickler machte gestern auch deutlich, warum eine möglichst optimale Beförderung so wichtig ist: „Für uns ist dies ein wichtiger Faktor bei der Frage nach der Standortsicherung der Schule, sonst laufen wir Gefahr, dass Schüler abwandern. Im Zuge des demografischen Wandels müssen wir zudem dafür Sorge tragen, dass die Kinder am Nachmittag auch noch in ihren Vereinen aktiv sein können.“ So habe es in der Tat schon Beschwerden auch von Vereinen gegeben, dass der Nachwuchs mangels Freizeit nicht mehr regelmäßig an den Vereinsaktivitäten teilnehmen könne, weiß der Bürgermeister.