Pippi oder lieber knallharter Agent?

Altkreis..  Der eine wallandert durch das schwedische Ystad und geht mit Hennig Mankells Kommissar Kurt Wallander auf Verbrecherjagd. Andere pilchern mit Rosamunde entlang der englischen Küste oder kerkeln mit Hape auf dem Jakobusweg. Wieder andere liegen in der Hängematte und lachen sich schlapp über Heinz Erhardt oder Loriot: Die Ente bleibt draußen! Was wäre die Welt ohne Bücher?

Daher feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und eigentlich alle Lesebegeisterten am 23. April den UNESCO-Welttag des Buches. Der 23. April ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. Auch wir möchten diesen Tag nicht einfach so verstreichen lassen und haben ein kleines Rätsel vorbereitet.

Wer liest am liebsten was?

In der Grafik unten finden Sie sechs Köpfe und rechts sechs Buchcover. Wir möchten von Ihnen wissen: Wer favorisiert welches Buch? Steht Bürgermeister Thomas Grosche auf „Fünf Freunde“ oder Freddy Albers, alias Carsten Hesse, auf Pippi Langstrumpf? Jeder hat einen kurzen Satz zu seinem Lieblingsbuch gesagt, der eine Hilfe beim Puzzlen ist:
Ute Hachmann, Leiterin der Stadtbibliothek Brilon, schätzt an ihrem Lieblingsbuch, dass die Hauptfigur eine ungemein positive Sicht auf die Dinge und das Leben allgemein hat.

Freddy Albers (Carsten Hesse) aus Hallenberg kann sich noch gut erinnern, dass ihm sein Vater aus dem Buch vorgelesen hat, weil er zu der Zeit selbst nur Schreibschrift lesen konnte. Es sei leichte Jugendkost mit schönen Landschaftsbildern, mit denen er viele Kindheitserinnerungen verknüpfe.

Petra Böhler-Winterberg, Leiterin der Stadtbücherei Olsberg, mag ein Buch ganz besonders, weil es berührend, traurig und tröstlich ist. „Denn jedes Leben braucht ein gutes Ende.“

Der Medebacher Bürgermeister Thomas Grosche reiste gerne mit seiner Hauptperson zu verschiedenen Schauplätzen auf der ganzen Welt. „Man fiebert mit ihm und fühlt sich zu den spannenden Orten der Erzählung mitgenommen.“

Ein Buch, das ihn beeindruckt hat, sagt Werner Schubert, Leiter der Biologischen Station des Hochsauerlandkreises über seinen Vorschlag. Die Klarheit der Sprache lässt den Leser durch das Buch fliegen – fast so schnell wie den Protagonisten.

Das Buch hat Zukunft

Die Regisseurin der Freilichtbühne Hallenberg, Birgit Simmler, hat ein zeitlos gutes Buch: „Im Angesicht der Klimakatastrophe spitzen sich die Eitelkeiten der Welt der Sterne und Sternchen durch die Augen eines zum Heimzoowächter degradierten Ökoaktivisten zu einem Absurden Theater zu. Herrlich!“

Na, haben Sie eine Idee, welches Buch zu welcher Person gehört? Wer mitmacht, kann natürlich auch etwas gewinnen (siehe Kasten unten).

Bücher stehen übrigens nach wie vor hoch im Kurs. 1951 erschienen in Deutschland rund 14 000 neue Titel in einem Jahr. 2014 waren es laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels rund 87 000. Der Internetbuchhandel verliert inzwischen deutliche Umsatzanteile.

Er kommt noch auf einen Gesamtumsatz von 16,2 Prozent; auf den stationären Buchhandel entfallen dabei fast 50 Prozent aller Branchenumsätze.

 
 

EURE FAVORITEN