Olsberg attraktiver gestalten

Stellten das Projekt vor, von links: Thomas Rösen (Bauamt), Hubertus Schulte (Bauamtsleiter), Bürgermeister Wolfgang Fischer und Stellvertreterin Elisabeth Nieder.
Stellten das Projekt vor, von links: Thomas Rösen (Bauamt), Hubertus Schulte (Bauamtsleiter), Bürgermeister Wolfgang Fischer und Stellvertreterin Elisabeth Nieder.
Foto: WP
Stadtverwaltung und Planungsbüro stellen Bevölkerung integriertes Handlungskonzept vor.

Olsberg..  Wie wird Olsberg fit für die Zukunft gemacht? Informationen zu diesem Thema scheinen doch viele Olsberger zu interessieren. Immerhin fast 150 Bürgerinnen und Bürger wollten im Haus des Gastes jetzt aus erster Hand erfahren, was sich in den nächsten Jahren tun soll.

Dazu konnte Bürgermeister Wolfgang Fischer Carsten Lang vom Ing. Büro Wolters & Partner und Jörg Kotthoff vom gleichnamigen Büro aus Meschede begrüßen. Außerdem stand auch Olsbergs Bauamtsleiter Hubertus Schulte den Interessenten Rede und Antwort.

Einzelhandel mit ins Boot nehmen

Gerade heute, als der Tunnel wegen Wartungsarbeiten gesperrt war, habe sich gezeigt, wie wichtig die Umgehungsstraße für Olsberg sei. Der Schwerlastverkehr sei raus, jetzt biete sich die Gelegenheit attraktive Bedingungen für Wohnen, Arbeit, Handel und Kultur zu schaffen, so Fischer. Die Stadt kann jetzt das schon lange geplante integrierte Handlungskonzept komplett realisieren, zumal bereits Städtebaufördermittel in Millionenhöhe bewilligt worden sind.

Ein besonderes Anliegen sei es, die Bürger und insbesondere auch den Einzelhandel bei den Planungen mit ins Boot zu nehmen, denn sie müssten schließlich dort leben. Und für die Anlieger hatte der Bürgermeister eine gute Nachricht parat, da für sie überwiegend keine KAG-Beiträge anfallen. Es könnte lediglich zu Kostenbeteiligungen kommen, zum Beispiel bei der Neugestaltung von privaten Vorplätzen.

Anschließend stellte Carsten Lang den Rahmenplan vor, der weit über die städtebaulichen Maßnahmen hinausging.

Breiten Raum nahm da die Vorstellung der geplanten Kreisverkehre am Markt und an der Kirche ein, wo wohl der untere Bereich der Sachsenecke zur Einbahnstraße wird. Außerdem soll eine so genannte Parkachse vom Mehrgenerationen-Spielplatz am Aqua Olsberg bis hin zum Kurpark Dr. Grüne für mehr Lebensqualität sorgen. Durch Baumtore an Bahnhof-, Ruhr- und Hüttenstraße soll zusätzlich verdeutlicht werden: „Jetzt erreichen Sie das Zentrum von Olsberg.“ Das schien einem An-lieger der Carls-Aue Straße wohl zu viel des Guten zu sein, der meinte: „Ein Blitzer tut es auch“. Selbstverständlich hatte Carsten Lang auch die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Behinderte in seine Planungen einbezogen. Und dass zudem der Ruhrtalradweg eine Rolle spielt, versteht zu nahezu von selbst.

Mehrgenerationen-Spielplatz

Nachdem Bauamtsleiter Hubertus Schulte den Mehrgenerationen-Spielplatz kurz skizziert hatte, unterstrich Jörg Kotthoff noch einmal die guten Erfahrungen, die man allerorts mit einem Kreisverkehr gemacht habe. Damit lasse sich der Verkehrsfluss besser regeln als durch eine Ampelanlage. Der Kreisverkehr im Bereich der Hüttenstraße sei mit der Stufe A (sehr gut) bewertet worden und am Markt mit einem Durchmesser von 26 Metern mit der Stufe B (gut). Hier soll auch die Verkehrsführung für die Rutsche geändert werden. Außerdem sollen die Busse demnächst an der Ruhrstraße von zwei gegenüberliegenden Haltestellen abfahren, was umfangreiche Arbeiten an der Ruhrbrücke zur Folge hat. Diese sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Insgesamt schienen die Bürger keine großen Fragen oder Einwände zu haben. Vielleicht will man aber die Informationen erst einmal sacken lassen, die eine oder Anliegerversammlung abwarten und dann detaillierte Vorschläge oder Einwände machen. Eine Frage kam dann doch noch von Peter Rosenfeld sen.: „Was kostet das Ganze letztendlich?“ Bürgermeister Wolfgang Fischer bezifferte die Kosten für die Stadt Olsberg nach Abzug der zugesagten Fördermittel auf vier Jahre verteilt auf rund 2,3 Millionen Euro.

Lob und Kritik

Klaus Rüther Mitarbeiter der Volksbank Sauerland, lobte die Pläne: „Das sind Pläne, mit denen sich alle Olsberger Bürger anfreunden können“. Nicht so Kreistagsmitglied Peter Newiger aus Brunskappel, der befürchtete, dass bei einem solchen finanziellen Volumen die Dörfer später zu kurz kommen könnten. Das sah der Bürgermeister völlig anders: „Wenn das Zentrum an Image gewinnt, kommt das letztendlich auch der Lebensqualität auf den Dörfern zu Gute.“

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