Nicht nur Wasser, auch Ideen sprudeln

Die Errichtung des „Entenstalls“ 2005 war Startschuss für eine umfangreiche Umgestaltung in der Almer Dorfmitte.
Die Errichtung des „Entenstalls“ 2005 war Startschuss für eine umfangreiche Umgestaltung in der Almer Dorfmitte.
Foto: WP

Alme..  Im „Dorf an den Quellen“ sprudelt nicht nur das Wasser, sondern auch jede Menge Ideen, Projekte und bürgerschaftliches Engagement. Das zeigt sich einmal mehr bei der Teilnahme für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Alme ist als einziges Dorf im Altkreis Brilon und als eines von drei Dörfern im HSK beim Landeswettbewerb dabei. Am 21. August kommt die Bewertungskommission des Landes NRW. Der Countdown für den großen Tag läuft also.

„Wir wollen bei den Vorbereitungen, aber auch bei der Präsentation das ganze Dorf mitnehmen und mit in den Wettbewerb und die Vorbereitungen einbeziehen. Wir haben die einmalige Chance, ganz vorne zu landen“, so Ortsvorsteher Wilhelm Harding. Und diese Chance soll natürlich entsprechend genutzt werden. Unter Federführung des Arbeitskreises „Unser Altes Alme“ und dem Ortsvorsteher hat sich ein Team aus Almern gebildet, die den großen Tag vorbereiten.

Alle mit einbeziehen

„Wir wollen nicht einfach auf den 21. August warten, sondern möchten, dass alle mit einbezogen werden. Es wäre schön, wenn bei der Bereisung deutlich wird, dass der ganze Ort hinter dem Wettbewerb steht“, wünscht sich Michael Schütte, 1. Vorsitzender des BV Alme, und Mitglied des Arbeitskreises.

Er freut sich natürlich ganz besonders darüber, dass der Kommission mit dem neuen Kunstrasenplatz ein ganz besonderes Schmankerl präsentiert werden kann. Dabei handelt es sich um ein Projekt, an dem viele Almer generationsübergreifend kräftig in die Hände gespuckt haben.

Ein weiteres Vorzeige-Projekt ist der Erhalt des Freibads „Badcelona“, das durch die Gründung eines Fördervereins, großes ehrenamtliches Engagement und immer wieder neuen spritzigen Ideen vor der Schließung gerettet werden konnte. Kernstück der Zukunftssicherung für das Bad ist die Warmwasseraufbereitung. Und die funktioniert so: Durch die Abwärme des nahe gelegenen Sägewerks soll über eine 350 Meter lange Fernwärmeleitung ab Sommer 2013 das „Badcelona“ und die Gemeindehalle beheizt werden.

Die Errichtung des „Entenstalls“ 2005 war Startschuss für eine umfangreiche Umgestaltung in der Dorfmitte. Und so ist heute der durch den Verkehrsverein und mit Hilfe zahlreicher Rentner neu gestaltete Orts-Mittelpunkt mit Schutzhütte, Grill und Toiletten ein weiteres Highlight, mit dem die Almer punkten möchten. Auch ein Abstecher zu den Alme-Quellen, zum Schloss und zur Grundschule mit Schulhofgärtchen und Insektenhotel sind geplant.

Dietmar Hölmer, Vorsitzender des Vereins „Unser Altes Alme“, hat für die Bereisung eine 84 Seiten starke Broschüre verfasst, die eindrucksvoll zeigt, womit das Dorf an den Quellen beim Landeswettbewerb punkten möchte: mit einem überaus regen Vereinsleben, zahlreichen zukunftsorientierten Projekten und einer Infrastruktur, die es für die Menschen attraktiv macht, in Alme zu leben - und das sind immerhin derzeit mehr als 1800.

Alme ist erstmals beim Landeswettbewerb mit von der Partie. Dabei sind heute, so erläutert Caspar Lahme für den Arbeitskreis, vor allem Eigeninitiative und bürgerschaftliches Engagement gefragt und wie sich ein Ort zukünftigen Herausforderungen stellt. „Wir möchten, dass Menschen sagen: In einem Ort, wo vieles vorhanden ist, wo Freizeitanlagen und -angebote stimmen, da wo ich eine Schule und einen Kindergarten habe, da lohnt es sich, hinzuziehen und zu leben“, so die Aktiven die Arbeitskreises.

Zwei Stunden haben die Almer am 21. August Zeit, bei der Bewertungskommission zu punkten. Eins steht bereits jetzt fest: „Egal wie der Wettbewerb ausgeht, der Festakt zum Abschluss findet am 24. November in der Gemeindehalle in Alme statt“, berichtet Ortsvorsteher Wilhelm Harding. Da wäre es natürlich schon schön, wenn es für den Ort an den Quellen dann auch richtig Grund zum Feiern geben würde. Da wäre es natürlich das Größte, wenn die Ortseingangsschilder künftig den Schriftzug tragen dürften: „Alme - Das Landesgolddorf an den Quellen“. Wer weiß, vielleicht klappt es ja!

 
 

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