Neue Selbsthilfegruppe „Depression“ in Winterberg geplant

Das Thema Depression wird häufig tabuisiert. In Winterberg gründet sich jetzt eine Selbsthilfegruppe.
Das Thema Depression wird häufig tabuisiert. In Winterberg gründet sich jetzt eine Selbsthilfegruppe.
Foto: dpa
Evelin Wahle-Tausch weiß wovon sie spricht, wenn es um das Thema Depression geht. Sie ist seit vielen Jahren selbst betroffen, hat eine erfolgreiche Therapie hinter sich und reichlich Erfahrung im Umgang mit der tückischen Krankheit. Nun ist es ihr ein Anliegen, über die Gründung einer Selbsthilfegruppe in Winterberg Betroffenen eine wichtige Anlaufstelle zu bieten.

Winterberg.. Evelin Wahle-Tausch weiß wovon sie spricht, wenn es um das Thema Depression geht. Sie ist seit vielen Jahren selbst betroffen, hat eine erfolgreiche Therapie hinter sich und reichlich Erfahrung im Umgang mit der tückischen Krankheit. Nun ist es ihr ein Anliegen, über die Gründung einer Selbsthilfegruppe in Winterberg Betroffenen eine wichtige Anlaufstelle zu bieten.

Es war ein Vortrag zum Thema Depression in einer Reihe von Referaten über „Psychische Erkrankungen“ in der Winterberger Kontakt- und Beratungsstelle des Sozialwerks St. Georg, der den Anstoß gab, eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen ins Leben zu rufen. Damals entwickelte sich im Anschluss an den Vortrag eine rege Diskussion. Dabei ging es u. a. gezielt um die Auswirkungen von Depressionen. Schnell wurde dabei der Wunsch nach einer eigenen, geschützten Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige deutlich.

Geschützter Raum

„Depression ist häufig noch ein Tabu-Thema. Deshalb ist die Gründung einer Selbsthilfegruppe eine gute Sache. Im geschützten Raum können sich die Betroffenen austauschen und sich praktische Lebenshilfe geben. Man trifft auf Verständnis, es entsteht ein Familiengefühl“, sagt Evelin Wahle-Tausch.

Helfen kann so eine Gruppe auch den Angehörigen, die oft selbst überfordert sind mit der Krankheit und nicht so recht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Freundlicher Zuspruch oder gut gemeinte Angebote aus dem Familien- und Freundeskreis helfen den Betroffenen oft nur wenig. Mit fundiertem Hintergrundwissen und den richtigen Ansprechpartnern als Unterstützung ist es für Betroffene und Angehörige wesentlich einfacher, den richtigen Weg zu finden.

Deshalb ist es durchaus angedacht, nach den ersten Treffen auch Veranstaltungen für Angehörige anzubieten. „Wir werden uns anfangs sicher öfter treffen, um die Gruppe zu etablieren, Altersunterschiede spielen da keine Rolle“, sagt Evelin Wahle-Tausch.

Unterstützt wird die Gründung von der Winterberger Kontakt- und Beratungsstelle Sozialwerk St. Georg, Poststraße 3. Dort findet am 15. Januar um 19 Uhr auch das erste Treffen für alle Betroffenen und Interessierten statt. Ansprechpartner sind Evelin Wahle-Tausch unter 02981 6514 und Mitarbeiter des Sozialwerks St. Georg, 02981 802929.

Zudem hat auch die Organisation AKIS ihre Unterstützung angekündigt.

 
 

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