Nachfrage nach Sicherheitstechnik im Altkreis steigt

Die Zahl der Einbrüche im Altkreis ist dramatisch gestiegen. 58 Einbrüche registrierte die Polizei bis Anfang November. Besonders Brilon und Olsberg sind betroffen.
Die Zahl der Einbrüche im Altkreis ist dramatisch gestiegen. 58 Einbrüche registrierte die Polizei bis Anfang November. Besonders Brilon und Olsberg sind betroffen.
Foto: Bodo Marks
Einbrüche im Hochsauerlandkreis nehmen rapide zu. Olsberg und Brilon im Altkreis akut von Bandenaktivitäten betroffen

Altkreis..  In den letzten Wochen ist die Zahl der Einbrüche merklich gestiegen. 58 Einbrüche registrierte die Polizei bis Anfang November im Altkreis. Ein Grund ist unter anderem eine strukturierte Bandenaktivität. Sicherheitsfirmen verzeichnen dadurch gerade vor Weihnachten ein starkes Auftragsplus.

Ein Drittel mehr Einbrüche im HSK

Kurz vor Ferienbeginn wird es bei den Sicherheitsberatern von Carls-Aue in Olsberg wieder etwas unruhiger. Zehn bis Zwölf Beratungstermine zum Thema Einbruchsschutz haben die Experten dann. „Die Menschen wollen vor den Feiertagen mit einem guten Gefühl in den Urlaub fahren“, erklärt Burkhard Gnoyke, Vertriebsleiter bei Carls-Aue. Gerade einmal sieben Sekunden brauchen geübte Einbrecher, um ein ungesichertes Fenster aufzubrechen, so Gnoyke. „Dauert es länger als eine halbe Minute, geben die in der Regel auf.“

Dass die Bewohner im Altkreis zurecht verstärkt nach Sicherheitstechnik rund ums Haus fragen, belegen auch die Einbruchszahlen der Polizei HSK. 436 Einbrüche wurden zwischen Januar und November von der Polizei im HSK registriert. 320 waren es noch im gleichen Vorjahreszeitraum. Ein Anstieg von rund 36 Prozent. „Ein Großteil davon ist sicherlich auf strukturierte Banden zurückzuführen“, sagt Bianca Scheer, stellvertretende Pressesprecherin der Polizei im HSK. Die schlagen dabei vornehmlich an Hauptverkehrsrouten zu. Entlang der B 7 oder in der Nähe von Autobahnzufahrten. „Das zeigt natürlich auch, dass sich in abgelegeneren Orten wie Hallenberg oder Medebach Einbrüche nicht so entwickeln wie in Brilon oder Olsberg“, so Scheer weiter. Während die Zahl der Einbrüche stark gestiegen ist, ist die Zahl der Aufklärungen hingegen gesunken. Gerade einmal 18,5 Prozent werden derzeit noch aufgeklärt.

Auch die Firma Richter-Fenster und Feldmann, die sich auf Sicherheitstechnik spezialisiert haben, verzeichnen ein deutliches Plus an Beratungsgesprächen und Einbaumaßnahmen. „Alleine im letzten Quartal haben wir sicher 50 Prozent mehr Beratungsgespräche“, sagt Marita Feldmann. Dabei sind Fenstersicherungen nicht einmal teuer. Bereits für 20 Euro sind abschließbare Fenstergriffe zu haben, die Einbrecher bereits vor Hindernisse stellen.

Landesweiter Trend

Geübte Banden gehen dabei keineswegs nach festen Plänen vor. „Die meisten wählen ihre Ziele wahllos aus, sie schauen nur nach Merkmalen von vermeintlich leeren Häusern“, zeigt Thomas Wüllner vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention die Strategie der Einbrecher auf. Denn: „Prinzipiell kann man in jedem Objekt Beute machen“.

„Alles in allem haben wir circa 20 Beratungsgespräche pro Woche“, kann Joachim Richter, Inhaber von Richter-Fenster, die Entwicklung bestätigen. Sicherheit beginne im Kopf und da sei der Weg zu besser gesicherten Fenstern sehr kurz. Joachim Richter und seine Kollegen vermitteln als zertifizierter Fachbetrieb des Landeskriminalamtes, dass neue und verstärkte Beschläge, Einbrecher schnell abschrecken können.

Doch nicht nur im HSK ist ein deutlicher Anstieg von Einbrüchen zu verzeichnen. „Das ist ganz klar ein landesweiter Trend“, so Bianca Scheer.

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