Nach Leichenfund – Niedersfeld steht unter Schock

Hinter der Garage einige Meter neben dem Garten-Kiesweg wurde am Mittwochmorgen die Leiche des 56-jährigen Niedersfelders entdeckt.
Hinter der Garage einige Meter neben dem Garten-Kiesweg wurde am Mittwochmorgen die Leiche des 56-jährigen Niedersfelders entdeckt.
Foto: Rita Maurer
Der Mann (56), der am Mittwochmorgen tot in seinem Garten in Niedersfeld gefunden wurde, ist mit einem schweren, stumpfen Gegenstand erschlagen worden.

Niedersfeld.  Das ergab die Obduktion der Leiche am Donnerstag. „Todesursache war ein zentrales Regulationsversagen bei massivem Schädel-Hirn-Trauma“, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Klaus Neulken. Den Zeitpunkt des Todes grenzte er auf die Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein. Einen Tatverdächtigen gibt es noch nicht.

Der Hintergrund der Tat bleibt somit weiterhin mysteriös. Die Erschütterung bei den Menschen in Niederfeld ist allgegenwärtig. Der Alltag scheint von außen betrachtet ganz normal weiter zu laufen, doch es gibt nur ein Thema im ganzen Ort: „Wie ist es zu diesem tragischen Geschehen gekommen?“

Der 56-jährige soll am Dienstag wie gewohnt Feierabend gemacht haben und zuletzt am frühen Abend gesehen worden sein. Als er am nächsten Morgen nicht zur Arbeit erschien, befürchteten seine Kollegen zunächst einen krankheitsbedingten Grund. Sein Chef fuhr deshalb zum wenige hundert Meter entfernten Wohnhaus, in dem Licht brannte, aber niemand auf das Klingeln reagierte. Mit einem als Schlüsseldienst hinzugezogenen ortsansässigen Handwerker sollte die Haustür geöffnet werden, doch dazu kam es nicht mehr: Die beiden Männer entdeckten eine Kappe und eine Brille auf einem Gartenweg und wenige Meter daneben die Leiche des 56-Jährigen mit starken Kopfverletzungen: „Man bekommt als Schlüsseldienst so einiges hinter den zu öffnenden Türen zu sehen, aber das sind Bilder, mit denen man nicht rechnet und die man nicht vergisst.“

Auch Vereinskollegen fassungslos

Das weitläufige, von einer hohen Hecke umgebene Grundstück ist weiterhin gesperrt, Beamte der Kripo Dortmund sind vor Ort. Am Donnerstag Mittag hat zudem eine Hundertschaft der Polizei das Gelände rund um den Tatort durchkämmt. Konkrete Hinweise wurden dabei laut Polizeiangaben nicht gefunden. Auch das Tatwerkzeug ist noch unbekannt. Bereits am Mittwoch hatte ein Polizeihund nach Spuren gesucht.

Der Getötete galt als sehr ruhiger und zurückgezogen lebender Zeitgenosse, der in seiner Freizeit gern wanderte und seit sieben Jahren ein beliebtes Mitglied in der Schießsportgruppe der Schützengesellschaft Winterberg war. Dort blieb am Mittwochabend sein Platz beim wöchentlichen Training leer. Seine Vereinskollegen sind fassungslos: „Das war ein ganz ruhiger, feiner Mann, der nicht viele Worte machte, aber immer zur Stelle war, wenn es etwas zu helfen gab. Wer tut so etwas?“

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