Nach Fahrerflucht:Lappen ein Jahr weg

Olsberg/Unna.  Sein Sohn ist schwerst behindert, so dass der 78-jährige Rentner aus dem Raum Olsberg auf seinen Führerschein angewiesen ist, um ihn zu kutschieren. Wie auch im vergangenen Oktober, als beide in ihrem Wohnmobil auf der B 1 in Unna unterwegs waren und tanken mussten.Vor der Weiterfahrt bat der Sohn des Angeklagten auf dem Beifahrersitz um Wasser, so dass der Vater ganz offensichtlich für einen Augenblick abgelenkt war und auf dem Gelände der Tankstelle einen Audi an der Tür beschädigte.

So recht wollte sich der Olsberger aber nichts von dem Schaden annehmen, „weil der Wagen ja vorher nicht da stand“ und der Fahrer zu nah an seinem Wohnmobil gestanden habe.

Als der Audi-Fahrer nach einem lautstarken Wortwechsel schließlich die Polizei rufen ließ, machte der Rentner kurzen Prozess und setzte die Fahrt mit seinem Sohn fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort soll er nun ein Jahr auf seinen Führerschein verzichten, ein Urteil, das weniger ihn selbst als vielmehr seinen Sohn trifft. conte

 
 

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