Mehr Busse für Oberstufen-Schüler

Mehr Schulbusse sollen die Wartezeiten für die Oberstufen-Schüler in Winterberg verkürzen.
Mehr Schulbusse sollen die Wartezeiten für die Oberstufen-Schüler in Winterberg verkürzen.
Foto: picture-alliance/ dpa
Die Schülerbeförderung für die Oberstufe am gymnasialen Standort Winterberg wird direkt nach den Herbstferien optimiert (wir berichteten). Dies teilt die Stadt Winterberg mit. Es werden künftig weitere Fahrzeuge eingesetzt. Die Stadt wird pro Schuljahr dafür 50 000 Euro bezahlen.

Winterberg.  Die Schülerbeförderung für die Oberstufe am gymnasialen Standort Winterberg wird direkt nach den Herbstferien optimiert (wir berichteten). Dies teilt die Stadt Winterberg mit. Es werden künftig weitere Fahrzeuge eingesetzt. Die Stadt wird pro Schuljahr dafür 50 000 Euro bezahlen.

Zur Erinnerung: Um die Wirkungen von G8, das heißt u.a. den vermehrten Nachmittagsunterricht ab der 6. Klasse am Gymnasium zu mindern, haben Eltern, Schüler und Schulleitung einvernehmlich festgelegt, ab dem Schuljahr 2012/13 den Stundentakt von bisher 45 Minuten auf 60 Minuten zu verändern. Dazu konnten die Busverbindungen in alle Richtungen passgerecht morgens und mittags so organisiert werden, dass die Schule oder das zu Hause ohne größere Wartezeiten erreicht werden. Probleme ergaben sich aber beim Nachmittagsunterricht insbesondere für die Oberstufe.

Mit Ausnahme der Busverbindungen in die Richtungen Züschen, Hallenberg, Medebach, Elkeringhausen und Altastenberg gab es Wartezeiten in die übrigen Orte (Niedersfeld, Hildfeld, Grönebach, Assinghausen, Wiemeringhausen, Silbach, Siedlinghausen, Altenfeld, Elpe, Bödefeld, Neuastenberg, Langewiese) von bis zu einer Stunde, teilweise sogar bis zu zwei Stunden. Die Schülerinnen und Schüler aus diesen Orten waren daher erst gegen 16 Uhr, meist erst gegen 17 Uhr oder sogar noch später in ihrem Wohnort.

Standortabsicherung wichtig

Um diese negativen Wirkungen von G8 zu mildern, hat der Rat der Stadt Winterberg am 13. September entschieden, die Busfahrzeiten zu optimieren und hierfür ggf. auch Kosten in Kauf zu nehmen. Am 24. September hat ein Gesprächstermin zwischen den Verkehrsbetrieben, dem Schulträger, der Schulleitung und dem Schulpflegschaftsvorsitzenden stattgefunden. Es konnte eine schnelle Lösung erreicht werden, die bereits nach den Herbstferien umgesetzt wird; dies allerdings, so die Stadt, nicht ohne Kostenbeteiligung für die Stadt Winterberg, weil eine Verschiebung von Fahrzeiten in „festen“ Linien einfach nicht möglich ist.

Es gibt zu viele Herausforderungen des ÖPNV und ganz individuelle Schulschließungszeiten in allen Städten. Insofern müssen zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt werden, die auch zusätzliche Kosten verursachen. Die Gelder von rund 50 000 Euro je Schuljahr seien aber gut investiert; so wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Zeit zu gewinnen für Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen und auch für das Engagement in den örtlichen Vereinen. Dies sei zudem ein Beitrag zur Standortsicherung des Gymnasiums.