Mehr als Hämorrhoiden

Medizinforum Proktologie des Maria-Hilf-Krankenhauses  mit den Chefärzten Dres. Krahn, Kirchner, Latif (v.l.).
Medizinforum Proktologie des Maria-Hilf-Krankenhauses mit den Chefärzten Dres. Krahn, Kirchner, Latif (v.l.).
Foto: WP

Brilon. Das Gebiet der Enddarmerkrankungen wird Proktologie genannt. Verschiedene medizinische Fachgebiete sind hier tätig. Oft ist gerade die gelungene Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte entscheidend für den Erfolg beim Patienten. Entsprechend ist die Besetzung der Vortragenden: neben den drei Chefärzten aus dem Krankenhaus Maria-Hilf, Dr. Ralf Kirchner (Chirurg), Dr. Andreas Krahn (Internist und Gastroenterologe) und Dr. Aref Latif (Gynäkologe) referiert der niedergelassene Briloner Hautarzt Dr. Thomas Zähringer. Auf diese Weise werden viele Themen, wie z.B. Hauterkrankungen am After, Hämorrhoiden, Darmfisteln, Fissuren, Analvenenthrombosen, Stuhlinkontinenz nach Geburt jeweils vom Fachmann behandelt. Deutlich werden wird dabei auch der Stellenwert der Zusammenarbeit zwischen den Experten. Interessierten wird auch Gelegenheit gegeben, ihre Fragen beantwortet zu bekommen.

„Viele Patienten mit proktologischen Erkrankungen gehen erst sehr spät zum Arzt oder kommen gar nicht“, berichtet Dr. Kirchner von seinen Erfahrungen. Das Thema wird von vielen Menschen immer noch als Tabu behandelt und weckt in vielen Fällen Scham.

Ziel der Veranstaltung ist neben der kompetenten sachlichen Aufklärung auch für einen Abbau der Hemmschwellen beim Patienten zu sorgen.

An diesem Abend kann erfahren werden, wie verbreitet solche Erkrankungen sind und wie routiniert damit bei den Ärzten umgegangen wird. Der Veranstalter und die Referenten würden sich freuen, wenn recht viele interessierte Bürgerinnen und Bürger die Einladung annehmen würden.

Die proktologische Sprechstunde ist außerordentlich wichtig, auch in Bezug auf Darmkrebsvorsorge. Denn es könnte sich um mehr als nur um eine lästige Hämorrhoide oder einen Polypen oder eine sogenannte Mariske handeln, eben um einen Tumor, den der Fachmann bereits in fast 95 Prozent aller Fälle ohne Geräte ertasten kann.

 
 

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