Marsberg hat schon 47 Windräder

Altkreis..  Auf Marsberger Stadtgebiet stehen bereits 47 Windkraftanlagen. Außerdem hat die Stadt durch die Grenzlage zu Hessen viele Anlagen in ihrer unmittelbaren Nähe.

Bei Meerhof gibt es den Windpark Sintfeld (auf Meerhofer Gebiet: 37 Windräder, Elisenhof, Lichtenau und Wohlbedacht noch einmal 50). Im Windpark im Bereich Neudorf (Uhlenflucht) auf hessischer Seite, der an Erlinghausen angrenzt, stehen 15 Anlagen, bis zu 23 insgesamt dürfen dort gebaut werden bzw. werden zurzeit gebaut.

Im Windpark Massenhausen, auch auf hessischem Gebiet, drehen sich zurzeit vier Anlagen, drei weitere sind geplant. Im Windpark Adorf/Vasbeck/Gembeck sind es noch mal locker 30 Anlagen. Kritisch aus Sicht der Giershagener Bevölkerung wird der Windpark Adorf-Martenberg gesehen; er steht ebenfalls auf Fläche der Gemeinde Diemelsee; dort stehen zehn große Anlagen der neuen Generation. Zehn einzelne Anlagen sind noch auf Marsberger Terrain verteilt.

Aus Sicht der Stadt Marsberg sind weitere Suchbereiche denkbar: Und zwar im Umfeld von bereits durch Windkraft vorgeprägten Gebieten: das wäre im Bereich Wohlbedacht, im Bereich nördlich von Erlinghausen und östlich von Canstein.

Der Stadt Olsberg weht zurzeit ein eisiger Wind seitens der Windkraftgegner entgegen - nicht nur aus Bruchhausen.

Zurzeit sind folgende Flächen im Gespräch: In Antfeld (13 Anlagen), im Bereich Heidkopf Süd (5), „Westhelle/Scheltenberg“ (4), „Mannstein“ (14), „Ochsenkreuz“ (5), Altenfeld (maximal zwei Anlagen). Die Zahl der Anlagen auf den einzelnen Potenzialflächen stammt von den jeweiligen Projektentwicklern. Die Fläche bei Altenfeld kann nur im Zusammenhang mit der Stadt Winterberg erarbeitet werden, so die Stadt.

Flächennutzungsplan erstellen

Die Verwaltung wird dem Stadtrat vorschlagen, einen Vorentwurf für die Aufstellung eines so genannten „sachlichen Teilflächennutzungsplanes Windenergie“ zu erarbeiten, der dann diese sechs Potenzialflächen betreffen würde.

Das Thema Windkraft wird zunächst am Mittwoch, 11. September, 17 Uhr, im Ausschuss „Planen und Bauen“ behandelt, bevor der Rat am Donnerstag, 12. September, 17 Uhr, voraussichtlich eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt.

Der Flächenzuschnitt und damit auch die Größe der möglichen Konzentrationszone würden dann möglichst bis Dezember festgelegt, heißt es seitens der Stadt. Ob die jeweiligen Potenzialflächen letztlich für die Windkraftnutzung geeignet sind, kann erst das Flächennutzungsplanverfahren ergeben, so Jörg Fröhling, Sprecher der Stadt. Er betont: Das Verfahren sei ergebnisoffen. Neben den Bürgern hätten auch diverse „Träger öffentlicher Belange“ die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Auf Briloner Stadtgebiet drehen sich zurzeit 44 Anlagen mit einer Leistung von 54,80 MW. Sie stehen bei Madfeld und Radlinghausen (35 Anlagen), bei Rösenbeck (1), am Thülener Kreuz (1), östlich von Thülen (2), westlich von Thülen (1), nord-östlich von Wülfte (1), 1 bei Scharfenberg und 2 auf dem Sonderkopf bei Scharfenberg.

Für Brilon sind noch acht potentielle Windvorrangzonen im Gespräch: „In der Heide“ (nordwestlich von Altenbüren mit 59 Hektar), „Windsberg/Soestweg“ (südwestlich von Scharfenberg, 78 ha), „Haar“ (zwischen Altenbüren und Brilon, 65 ha), „An der Egge (zwischen Wülfte und Alme, 72 ha), „Halle“ (südöstlich von Wülfte, 130 ha), Madfelder Holz (zwischen Alme und Madfeld, 65 von ehemals 188 ha), „Battenberg“ (nördlich von Rösenbeck, 42 ha) und „Auf dem Hamm/Stemmel (zwischen Radlinghausen und Madfeld, 51 von ehemals 90 ha).

 
 

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