„Märchenhaft braucht Phantasie“

Wintermarkt in Winterberg.  Wer diesen Artikel geschrieben hat, der müsste m.E. bereits etliche Glühweine konsumiert haben, um solch eine „Überschrift“ zu formulieren. Einen „Wintermarkt“ der bei 14 Buden oder Ständen allein neun für „Suff und Frass“, dann noch weitere vier absolut unbedeutende „Krims-Krams-Buden“, wie zusätzlich einem Kinderkarussell an Angebot zu bieten hat, als „märchenhaft“ zu bezeichnen, das braucht schon erhebliche Phantasie. Oder war es ein „gesponserter“ Bericht?


Hiermit wird wieder einmal über die strukturell miese und unzulängliche Situation an qualitativ echten und vernünftigen Angeboten seitens Touristik-Verantwortlichen und Verwaltung wie Rat hinweggetäuscht. Glücklich mögen sich die Hoteliers/Pensionen schätzen dürfen, die die traurigen Zeichen der Politik erkannt haben und durch Eigeninitiative ihren Gästen Schwimmbad-Wellness und weitere Unterhaltungsangebote vorhalten können.


Ich empfinde es als Jammer, wie hier durch die „Verantwortlichen“, die sich immer gerne zu Fotos für Veröffentlichungen oder m.E. überflüssige Interviews „präsentieren“, und letztendlich an den Grundproblemen, die für die Zukunft dieser Stadt und ihrer Entwicklung wie des Marketings m.E. vorbei denken.

Wie können eigentlich in tieferen Lagen gelegene Städte kleine Eislaufflächen organisieren und in der Wintersportstadt geht das nicht?!?!

Etwas weniger öffentliche Auftritte der sog. Verantwortlichen, dafür etwas mehr Feingefühl mit innovativem Denken wäre da ratsam, vielleicht hätte man dann auch sogar zu diesem Wintermarkt wirklich „stimmungsvolle“ Musik anstatt krassem „Ballermann-Lärm“ mit Techno-Einlagen organisieren können, das hätte schon einiges gemildert.


An einen kleinen Schneehaufen mittels Schneekanone – die ja eh nichts derzeit zu tun haben – und dann auf den Platz gefahren für die Kinder will ich gar nicht denken.
Schade für diese Stadt!
Axel Klossner, Winterberg

 
 

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