Kritik an Ballermann-Musik auf dem Wintermarkt Winterberg

Ein weißer Wintermarkt wie hier im Winter 2012/2013 zaubert fast schon automatisch mehr Atmosphäre auf den Marktplatz.
Ein weißer Wintermarkt wie hier im Winter 2012/2013 zaubert fast schon automatisch mehr Atmosphäre auf den Marktplatz.
Foto: Veranstalter
Die letzten Überbleibsel des Winterberger Wintermarktes sind verschwunden vom Marktplatz an der Unteren Pforte. Seit Mitte Dezember bis einschließlich vergangenen Sonntag sollte der Markt Gäste und Einheimische ins Zentrum der Kernstadt locken. Nun wird insbesondere im Internet diskutiert über den Markt.

Winterberg..  Die letzten Überbleibsel des Winterberger Wintermarktes sind verschwunden vom Marktplatz an der Unteren Pforte. Seit Mitte Dezember bis einschließlich vergangenen Sonntag sollte der Markt Gäste und Einheimische ins Zentrum der Kernstadt locken. Dies hat er - auch oder gerade wegen der tristen Großwetterlage - an vielen Tagen über die Weihnachtsferien getan. Und einige Besucher dazu angeregt, insbesondere im Internet zumeist unter Pseudonymen - also anonym - darüber zu diskutieren.

Die einen sind und waren froh, angesichts der schlechten Witterung überhaupt das Angebot eines Wintermarktes gehabt zu haben, andere kritisieren im Internet mehr oder weniger heftig die fehlende Atmosphäre, die mangelhafte Angebots-Vielfalt sowie insbesondere die Auswahl der Musik.

Von dröhnender Ballermann-Musik bis zum Abwinken sogar an Heiligabend ist oft die Rede und davon, Tourismus-Direktor Michael Beckmann bei der nächsten Stadtmarketing-Sitzung „die Meinung um die Ohren zu hauen“. Dagegen hat Michael Beckmann offensichtlich auch nichts. Im Gegenteil, ebenfalls über das Internet hat er als Reaktion auf die Kritik gerade die Kritiker eingeladen, am 30. Januar um 19 Uhr zur Nachbetrachtung in der Tourist-Info zu erscheinen. „Ich freue mich auf einen offenen Austausch und gute Ideen“, schließt Beckmann seine Einladung und ergänzt auf Nachfrage der WP, dass er sehr gespannt sei auf einen sachlichen sowie konstruktiven Ideen- und Gedankenaustausch.

Ziel: Mehr Hütten akquirieren

In Sachen Musikauswahl sei die Kritik berechtigt, so Beckmann weiter. „Wir haben versucht gegen zu steuern. Dies hat aber nur dann funktioniert, wenn wir selbst vor Ort waren.“ Am Gesamtkonzept des mit 20 000 Euro budgetierten Marktes, der laut Beckmann u.a. über Sponsoring und Standgebühren refinanziert wird, will der Tourismus-Chef zusammen mit den Ausrichtern aber festhalten. „Ziel ist es, nächstes Jahr deutlich mehr Hütten zu bekommen mit Angeboten über Speisen und Getränken hinaus“, so Beckmann. Allerdings sei es nicht einfach, Stände über die eigentliche Weihnachtsmarkt-Zeit hinaus zu akquirieren. Zudem seien auch die meisten anderen Weihnachtsmärkte durch das Speisen- und Getränkeangebot gekennzeichnet. „Kaum jemand fährt nach Dortmund auf den Weihnachtsmarkt, nur um sich dort Christbaum-Kugeln zu kaufen.“

 
 

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