Klenner: Dem Bürger sei Dank

Beim Neujahrsempfang: v.l. WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener, MdB Dr. Patrick Sensburg, Peter Brendel, Gebhard Leifels und Landrat Dr. Karl Schneider.
Beim Neujahrsempfang: v.l. WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener, MdB Dr. Patrick Sensburg, Peter Brendel, Gebhard Leifels und Landrat Dr. Karl Schneider.
Foto: WP

Marsberg..  (ad)Finanzkrise, Einsparungen im kommunalen Haushalt, Investitionen dank Konjunkturpaket II, Demographie, Ostanbindung, Diemelbrücke, Energiepolitik, Ehrenamt – über all das sprach Bürgermeister Hubertus Klenner in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang am Freitagabend im Festsaal der ehemaligen Abteikirche des Klosters Bredelar.

Das Kultur- und Begegnungszentrum machte seinem Namen wieder alle Ehre. Viele Hände hatten Marsbergs erster Bürger und seine Gattin zuvor zu schütteln. Gekommen waren MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdL Hubert Kleff, Landrat Dr. Karl Schneider, Staatssekretär a. D. Peter Brendel, WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener, Vertreter der Geistlichkeit, darunter Superintendent Alfred Hammer, Propst Norbert Schröer, Vertreter aus Rat und Verwaltung, Gesundheitswesen, Handel und Gewerbe und des öffentlichen Lebens.

„Wir wollen eine aktive Gemeinde sein, in der um die künftige Entwicklung wirklich gerungen wird“, begann Klenner seine Rede. „Wir möchten auf allen möglichen Ebenen kommunaler Mitwirkung eine Verständigung darüber erzielen, wohin Marsberg gehen soll und kann.“ Die finanzielle Lage sei dabei alles andere als einfach, gab er zu, mit Blick auf „weitere tiefgreifende Veränderungen“. Zahlreiche Einsparmöglichkeiten seien im Haushalt eingearbeitet worden. Weitere Maßnahmen würden nötig sein. Wenn schon an der Aufstellung von Weihnachtsbäumen vor dem Rathaus gespart werden müsse, dann dokumentiere das die Lage eindringlich. Klenner: „Mir kommt es vor, als wenn man einen Eimer Wasser in die Nordsee kippt und darauf hofft, dass sie nicht mehr salzig schmeckt.“

Trotz aller Einsparmaßnahmen sei in der Stadt an der Diemel vieles bewegt und entwickelt worden, dank des Konjunkturpaketes II des Bundes mit einer Investitionssumme von rund 2,6 Mio. Euro in Bereich Bildung und Infrastruktur. Die Ostanbindung sei ohne Förderung des Landes gar nicht umsetzbar gewesen. In den nächsten Wochen soll die Straße freigegeben werden. In punkto Erneuerung der Diemelbrücke soll noch im Januar ein weiteres Sondierungsgespräch mit dem Landesbetrieb StraßenNRW in Marsberg geführt werden. Im Fokus, so der Bürgermeister, stünden Kindergärten und Schulen und auch die älteren Mitbürger. Für die neue Seniorenresidenz an der Ecke Lillersstraße/B7 (WP berichtete bereits) soll noch dieses Jahr der erste Spatenstich erfolgen.

Eine große Erleichterung für ihn, gab Klenner zu, sei seine neue Allgemeine Vertreterin Maria Lindemann. Der Bürgermeister dankte dem Landrat für die rasche Amtshilfe während seiner dreimonatigen Krankheit. Detlev Schlüter hatte die Verwaltung während der Zeit geleitet. Auch er war unter den Gästen. Ebenso zwei junge Kinderärztinnen, die sich demnächst in Marsberg niederlassen wollen.

Auch der Landrat griff kurz zum Mikrofon und versprach: „Der HSK und Marsberg werden weiterhin gut zusammenarbeiten.“ Anfang Februar soll die neue Rettungswache des HSK an der B7 eröffnet werden. Sorge bereitet dem Landrat „die Demografie mit ihrer Dramatik“ und der große Abwanderungsverlust gut ausgebildeter junger Leute.

Abschließend ging der Bürgermeister noch auf die Ehrenamtskarte ein, die Vergünstigungen in allen Städten, die an dem Landesprogramm teilnehmen, gewährt. Damit soll ehrenamtliches Engagement gewürdigt werden. So wie es unter anderem auch der noch junge Bürgerbusverein tue mit seinen ehrenamtlichen Fahrern. Auch sie waren zum Empfang geladen sowie der Vorstand des ebenfalls jungen Bürgerhilfevereins.

Denn vieles könnte nur durch den Uneigennutz der Bürger ermöglicht werden. Klenner: „Aber das zeichnet unsere Stadt und die Dörfer von Marsberg aus.“ Nun gelte es, das Erreichte zu erhalten und zu festigen.

 
 

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