Kirmesplatz hat ausgedient

Der Info-Pavillon für den Ruhrtalradweg - vor der so genannten Schneekippe - wird an eine andere Stelle versetzt. Ein neues Start-Portal ist auf der gegenüberliegenden Bahnhofseite geplant.
Der Info-Pavillon für den Ruhrtalradweg - vor der so genannten Schneekippe - wird an eine andere Stelle versetzt. Ein neues Start-Portal ist auf der gegenüberliegenden Bahnhofseite geplant.
Foto: WP
Die Parkraumbewirtschaftung für Wohnmobile am Kirmesplatz in Winterberg wird mit Ende der Wintersaison 2016/17 eingestellt.

Winterberg.  Der Wohnmobilparkplatz auf dem Kirmesplatz mitten in Winterberg hat ausgedient. Die Stadtvertreter beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung, die dortige Parkraumbewirtschaftung mit Ende der Wintersaison 2016/17 einzustellen. Eine sofortige Schließung wurde nicht ins Auge gefasst, da der Platz derzeit noch in ADAC-Führern vermerkt ist.

Vorausgegangen war eine Diskussion über den aktuellen Zustand des Platzes. Martin Schnorbus (CDU-Fraktion) betonte in seinen Ausführungen, dass der Kirmesplatz nicht mehr dem heutigen Standard entspreche. Die von einigen Seiten geforderte Erhöhung des Preises von derzeit acht Euro sei angesichts der schlichten Ausstattung nicht angebracht, die Summe sei eher noch zu hoch.

Fläche an Schneekippe zu klein

Auf der Suche nach einem neuen Wohnmobilplatz hatte die Verwaltung die citynahe städtische Fläche gegenüber vom Bahnhof zwischen Forsthausweg und Orkestraße (sogenannte Schneekippe) ins Gespräch gebracht. Hier hätte man nach grober Schätzung bis zu 20 Wohnmobile unterbringen können. Trotz der begrenzten Stellplatzzahl hatte ein Investor sein Interesse an der Errichtung eines Wohnmobilparks an dieser Stelle wiederholt bekundet.

Die Fläche sei einfach zu klein und stelle auch optisch im Eingangsbereich der Stadt kein vernünftiges Angebot dar, meinte Martin Schnorbus. Als drittes Argument spreche dagegen, dass die Fläche als Schneekippe für die Stadt erhalten bleiben müsse, „da es stadtnah keinen Ersatz dafür gibt“.

Für eine Nutzung der Schneekippe als Wohnmobilpark hätte auch eine Verlagerung des Ruhrtalradweg-Portals auf die gegenüberliegende Seite der Bahnhofstraße erfolgen müssen, da die Fläche für 20 Stellplätze sonst zu klein gewesen wäre.

Auf einer unverplanten städtischen Grundstücksfläche auf der Bahnhofsseite könnten nun auch einige Einrichtungen (Portal mit entsprechenden Tafeln, Fahnen, Radständen etc.) zur Verdeutlichung des Ruhrtalradweg-Startes errichtet werden.

Neues Portal für Ruhrtalradweg

Der vorhandene Pavillon hätte damit keine Bedeutung mehr und könnte an eine andere Stelle versetzt werden. Die Verlegung des Portals auf die andere Seite hätte zudem den Vorteil, dass die mit Bahn und Bus ankommenden Radfahrer das Portal und die Informationen unmittelbar bahnhofsseitig vorfänden und die Straße nicht queren müssten.

Das Thema Wohnmobilparkplatz in der Stadt will die CDU aber nicht ersatzlos streichen. „Der Wohnmobiltourismus hat heutzutage eine so große Bedeutung, dass wir weiter nach einer Ersatzfläche suchen sollten“, so Martin Schnorbus.

 
 

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