Katerstimmung bei der CDU, Jubel bei der SPD in Winterberg

Jutta Klute und Ralf Hermann
Werner Eickler und Harald Koch nach dem Wahl-Krimi im Rathaus.
Werner Eickler und Harald Koch nach dem Wahl-Krimi im Rathaus.
Foto: Rita Maurer
Katerstimmung bei der CDU, Begeisterung bei den Sozialdemokraten in Winterberg. Fünf Prozent der Stimmen hat die Winterberger CDU bei den Stadtratswahlen eingebüßt. Damit verliert sie einen Sitz im Stadtparlament und kommt nun noch auf 17 Sitze. Auch die Bürgermeisterwahl hat die CDU mit 53,05 Prozent nur relativ knapp für ihren Kandidaten Werner Eickler entschieden.

Winterberg.  Katerstimmung bei der CDU, Begeisterung bei den Sozialdemokraten in Winterberg. Fünf Prozent der Stimmen hat die Winterberger CDU bei den Stadtratswahlen eingebüßt. Damit verliert sie einen Sitz im Stadtparlament und kommt nun noch auf 17 Sitze. Auch die Bürgermeisterwahl hat die CDU mit 53,05 Prozent nur relativ knapp für ihren Kandidaten Werner Eickler entschieden. Zwei Schlappen also für die Christdemokraten, die es jetzt aufzuarbeiten gilt.

Drei Stimmen wandern zur SPD

„Mit dem Wahlergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein. Woran das gelegen hat, müssen wir aber noch genau analysieren. Die Diskussion um das Oversum hat sicherlich der Mehrheitsfraktion mehr geschadet als der SPD, die das ganze Verfahren ja mitgetragen hat. Hinzu kommen lokale Probleme in Langewiese, die ebenfalls noch genauer beleuchtet werden müssen“, so die Einschätzung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Pieper. Er selbst wird künftig dem Rat der Stadt Winterberg nicht mehr angehören, weil er bei dieser Wahl nicht mehr als Kandidat angetreten ist.

Die FDP in Winterberg hat bei der Wahl rund 5,8 Prozent der Wählerstimmen verloren und liegt nun bei 6,3 Prozent. Das bedeutet für die Liberalen einen Verlust von zwei Ratsmandaten. Dies sichert den Liberalen aber zumindest noch Fraktionsstatus im Rat. FDP und CDU haben zusammen also drei Sitze eingebüßt, über die sich nun die SPD freut, die ein sattes Plus von 10,7 Prozent auf der Habenseite verbucht und nun auf 13 Sitze kommt.

Richard Gamm, langjähriges Ratsmitglied und stellv. Bürgermeister, freute sich, dass die Sozialdemokraten ihr Ergebnis bei den Stadtratswahlen auf über 40 Prozent verbessern konnten, und dass der SPD-Bürgermeisterkandidat Harald Koch fast 47 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen konnte.

Für ihn war die Wahl „ein klares Signal, dass die Bürger Werner Eickler abgemahnt haben“, so Richard Gamm. Er spricht von einem „Erdrutsch“. Seiner Ansicht nach hat der vor allem mit dem Oversum zu tun und der Art und Weise, in der auf Seiten der CDU mit dem Thema umgegangen werde. Im Winterberger Stadtgebiet hat die SPD zudem fünf Direktmandate geholt. Noch ein Grund mehr zur Freude.

Gute politische Arbeit

FDP-Fraktionschef Bernd Kräling zeigte sich gestern zufrieden mit dem Wahlergebnis trotz der Verluste. „Da wir aus Personalmangel nur zehn Wahlkreise besetzen konnten, sind wir mit unserem Ergebnis und der Tatsache, dass wir den Fraktionsstatus behalten, zufrieden. Mit meinem persönlichen Ergebnis bin ich sogar sehr zufrieden“, so Kräling. Er freute sich auch über die Wiederwahl von Bürgermeister Werner Eickler, der laut Kräling eine sehr gute Politik mache.

Morgen befassen wir uns mit Stimmen und Stadträten aus Medebach und Hallenberg.