Junge stürzt von Plattform in Schlucht im Sauerland

Leichte Verletzungen zog sich am Mittwoch Nachmittag ein 13-jähriger Junge zu, der am Bergsee in Siedlinghausen an einer Böschung abgerutscht und in den See gefallen war.
Leichte Verletzungen zog sich am Mittwoch Nachmittag ein 13-jähriger Junge zu, der am Bergsee in Siedlinghausen an einer Böschung abgerutscht und in den See gefallen war.
Foto: Rita Maurer
Ein 13-Jähriger ist im Sauerland von einer Aussichtsplattform etwa 20 Meter tief in eine Steinschlucht gestürzt. Großeinsatz für Feuerwehr.

Siedlinghausen.. „Zwei Jugendliche sind ca. 20 Meter tief in den Bergsee bei Siedlinghausen gestürzt“ - dieser Alarm ging am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr bei der Feuerwehr ein. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass es sich um einen Jungen im Alter von 13 Jahren handelte, der sich trotz der Schwere seines Sturzes nur leichte Verletzungen zugezogen hatte. Glück im Unglück.

Freunde reagieren besonnen

Beim Spielen im Wald „Am Meisterstein“ mit seinen drei Freunden war der Junge aus Siedlinghausen aus noch ungeklärter Ursache an einer Aussichtsplattform aus Holz abgerutscht und eine rund 20 bis 30 Meter tiefe Steinschlucht hinab in den Bergsee gefallen. Ersten Angaben zufolge hörten die einige Meter entfernt stehenden Spielkameraden plötzlich Schreie und sahen, dass sich Büsche in der Tiefe bewegten und der 13-Jährige Sekunden später im Wasser lag.

Die drei reagierten sehr besonnen: Sie riefen direkt die Polizei, einer blieb in Sprechkontakt mit seinem Freund, die anderen beiden liefen zu einer Kreuzung in der Nähe, um den Rettungskräften den Weg zu zeigen. Die Feuerwehr Winterberg konnte den 13-Jährigen mit einem Boot retten und an den Notarzt zur Erstversorgung übergeben.

Retter waren mit 40 Einsatzkräften vor Ort

Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte vom Rettungsdienst, den Feuerwehren aus Siedlinghausen und Winterberg sowie speziell ausgebildete Helfer von der Bergwacht mit zwölf Einsatzfahrzeugen vor Ort. Vorsorglich waren auch eine DLRG-Taucheinheit und ein Polizeihubschrauber alarmiert worden. Die drei Spielkameraden blieben unverletzt und wurden von zwei Mitarbeitern des PSU-Teams psychologisch betreut.

Der Bergsee ist zwischen sieben und neun Meter tief und liegt in einem stillgelegten Diabas-Steinbruch. Das Gelände befindet sich in Privatbesitz, der See wird zum Tauchen und die seitlichen Steilwände zum Bergklettern genutzt.

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