Im roten Leuchtturm ins Gespräch kommen

Die Dialog-Box mit Ludger Böddecker, Irene Lüke und Wolfgang Kleineberg (vorne v.l., sitzend) sowie Ferdi Wiegelmann, Christoph Bartsch und Siegfried Gründer.
Die Dialog-Box mit Ludger Böddecker, Irene Lüke und Wolfgang Kleineberg (vorne v.l., sitzend) sowie Ferdi Wiegelmann, Christoph Bartsch und Siegfried Gründer.
Foto: WP

Brilon.  Sie sieht ein bisschen aus wie ein Leuchtturm. In ihrem „Bauch“ stehen fünf, sechs Passanten und schauen sich einen Film über 150 Jahre SPD an. Seitlich führt eine Treppe nach oben auf ein kleines Ausguck-Podest. „Gute Aussichten 2013“ steht dort doppeldeutig zu lesen. „Ich bin der König von Deutschland!“, ruft ein Junge über den Marktplatz, der die Stufen hoch gelaufen ist. Zu gerne würde das Peer Steinbrück vermutlich am 22. September auch sagen. Warten wir’s ab. Um ihm dabei zu helfen, aber noch vielmehr, um mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen, steht seit gestern Mittag die „SPD-Dialogbox“ neben dem Briloner Rathaus.

Mit Bürgern reden

„Wir suchen ganz bewusst den Dialog zum Bürger“, sagt der 1. stellv. Bürgermeister Ludger Böddeker. Klar, denke man im ersten Moment an die Bundestagswahl. „Aber wir wollen, dass die Bürger uns sagen, wo der Schuh drückt- ganz bewusst auch hier vor Ort.“ Bis einschließlich Donnerstag macht der kleine Leuchtturm in Brilon Station. Gestern reiste er vom Hessentag aus Kassel ins Sauerland. Aber Verkehrsprobleme führten dazu, dass die Box nicht wie geplant am Morgen, sondern erst am Mittag vom Lader gehoben werden konnte. Fünf Monate lang ist die begehbare und begehrte „Rot“unde bundesweit unterwegs. Dass sie auch in einer kleinen Stadt wie Brilon Station macht, ist laut Böddecker dem guten Kontakt von SPD-Bundestagskandidat Dirk Wiese zum Willy-Brandt-Haus zu verdanken. Nach Brilon geht die Litfaßsäule weiter nach Marburg, Bielefeld und Flensburg.

Drei Tage lang betreuen Mitglieder der Briloner SPD die Box vor Ort. „Das Thema soziale Gerechtigkeit liegt uns sehr am Herzen. Daher möchten wir uns gerne mit Vertretern von Awo, Caritas oder Lebenshilfe austauschen.

Aktuelle Themen

Auch die Bereiche Gesundheit oder demografischer Wandel wollen wir thematisieren“, betont Wolfgang Kleineberg. Mit dem Bürgerparteitag habe man einen guten Anfang gemacht, „die Dialog-Box ist ein weiterer Schritt dabei, die Meinung der Bürger in unser Parteiprogramm direkt einzubauen“, unterstreicht der stellv. Briloner SPD-Vorsitzende Christoph Bartsch. Man wolle weg von einer Reaktions- in eine gestaltende Politik. Eingreifen und tätig werden, bevor ein Kind in den Brunnen gefallen sei, laute die Devise.

Drei Tage ist die SPD-Dialogbox aufgestellt. Mittwoch von 9 bis 12 Uhr geht es darum, wie die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gesichert werden kann. Von 13 bis 15 Uhr stellt sich die Arbeiterwohlfahrt vor. Von 15 bis 17.30 Uhr heißt es „Das soziale Netz – runder Tisch für Brilon“ (mit dabei Leuchtturm Brilon, Lebenshilfe und SPD-Fraktionsmitglieder; ab 15 Uhr mit MdB-Kandidat Dirk Wiese). Donnerstag: 9 bis 12 Uhr die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen stellt sich vor; 14 bis 16 Uhr „Wer Steuern hinterzieht, lebt auf Kosten seiner Mitbürger“ (u.a. mit Prof. Dr. Christof Bartsch, MdL Falk Heinrichs und Gerd Stodollick, ver.di); 16 bis 17 Uhr „Arbeit und Gerechtigkeit (mit Helmut Kreutzmann, IG Metall und Ratsherr Wiese

 
 

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