„Im Ortsbild Assinghausen wird etwas fehlen“

In einer Feierstunde nahmen die Assinghäuser Abschied von ihren Schwestern
In einer Feierstunde nahmen die Assinghäuser Abschied von ihren Schwestern
Foto: WP

Assinghausen..  Mit einer Dankandacht in der Pfarrkirche und einem Festakt in der Schützenhalle ging nach fast 104 Jahren ein Stück Geschichte im Grimmedorf zu Ende. Das Josefshaus der Franziskanerinnen schloss für immer seine Pforten.

Und damit verlassen auch die beiden letzten Ordensschwestern, Schwester Annette (80) und Schwester Josefine (79) das Dorf, um in Hardehausen ihren Lebensabend zu verbringen.

Da werde eine große Lücke entstehen, wie bei jedem Kloster, welches zugemacht wird, so der stv. Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Konrad Jakobs, der noch einmal den Schwestern seine hohe Wertschätzung bekundete. Welchen Stellenwert die „Schwestern“, wie sie in Assinghausen nur genannt wurden, genießen, zeigte sich allein beim Festakt, der vom Flötenkreis umrahmt wurde.

Große Wertschätzung

Neben zahlreichen Ordensschwestern aus dem Mutterhaus waren alle Vereine und alle Gremien des Dorfes zur Verabschiedung gekommen. Die beiden Geistlichen Richard Steilmann und Klaus-Peter Goebel brachten es in der Kirche als auch in der Halle auf den Punkt: „Im Ortsbild Assinghausen wird etwas fehlen“.

Auch in der nahen Pfarrkirche St. Katharina, wo es für die Schwestern eine Selbstverständlichkeit war, den Küsterdienst zu versehen. Der wird jetzt von fünf Frauen aus der Gemeinde übernommen, wie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Petra Bücker, am Rande erwähnte.

Haus touristisch nutzen?

Viel Dank kam auch von Ortsvorsteher Ingo Hanfland im Namen der politischen Gemeinde, der mitteilte, dass das Haus jetzt seitens der Franziskanerinnen aus dem Mutterhaus in Salzkotten verkauft werden solle. Aber man sei guter Hoffnung, dass man das Josefshaus demnächst irgendwie einer touristischen Nutzung zuführen werde.

Dann könnten die beiden letzten Nonnen vielleicht die ersten Gäste sein, die dort Urlaub machen. Den Gutschein dafür bekamen sie von Ingo Hanfland im Namen des Dorfes geschenkt.

Rosen für den Klostergarten

Ein kleines Abschiedsständchen gab es auch vom Kindergarten und die Damen des örtlichen Rosenvereins überreichten mit der „Schwarzen Madonna“ sowie „Gelber Engel“ zwei ganz erlesene Rosen, die im Klostergarten in Hardehausen einen besonderen Platz finden sollen.

Gerade zwischen dem Rosenverein und dem Josefshaus bestand eine besondere Verbindung. Nicht nur weil im Keller des Josefshauses das beliebte Rosenstübchen untergebracht war, sondern auch weil im kleinen gepflegten Klostergarten stets ganz besondere Rosen blühten.

 
 

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