Hospizarbeit und Palliativmedizin stärken

Winterberg..  Sterbehilfe- ein Thema, das offenbar viele Bürger beschäftigt. Gute Resonanz fand auch die Podiumsdiskussion „Sterbehilfe - In Würde leben - In Würde sterben“ im Rahmen der Reihe „Fraktion vor Ort“, zu der der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese und seine Kollegin Kerstin Griese in das Landhaus Fernblick in Winterberg eingeladen hatten.

Nach der Begrüßung und Einführung in das Thema durch Dirk Wiese erläuterte Kerstin Griese in ihrem Impulsreferat zunächst die bestehende rechtliche Situation und gab einen Einblick in die bisherige Arbeit hierzu innerhalb des Bundestages. Sie informierte ausführlich über die eingebrachten, parteiübergreifenden Gruppenanträgen mit unterschiedlichen Inhalten, die Anfang November abgestimmt werden sollen.

Besser „Sterbebegleitung“

„Uns gefällt der Begriff Sterbebegleitung besser, deshalb ist es uns wichtig“, so Griese, „dass die Hospizarbeit und Palliativmedizin gestärkt werden“. Aus diesem Grund wird vor der Abstimmung der Gruppenanträge die Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Stärkung dieser Bereiche erfolgen“, betonte Kerstin Griese. In der anschließenden Diskussion legten die Podiumsteilnehmer, Christian Klespe als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen (AsJ) Südwestfalen, Hildegard Hester von der Hospizinitiative Winterberg und der evangelische Pfarrer der Gemeinde Winterberg, Matthias Gleibe, ihre Standpunkte dar.

Die rege Diskussion mit den Gästen drehte sich dann neben den gesetzlichen Gegebenheiten vor allem auch um den Dreiklang aus Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Man war sich einig, dass diese Dokumente in unserer älter werdenden Gesellschaft enorm wichtig und im Grunde unverzichtbar für jeden sind.

Straffreiheit für Beihilfe zum Suizid

Zudem wurde deutlich, dass die Beihilfe zum Suizid auch weiterhin straflos bleiben muss, entsprechende Vorschläge kaum Unterstützung finden werden und zudem rechtlich nicht haltbar sind.

Dirk Wiese machte zum Schluss noch einmal deutlich, wie wichtig die Veranstaltung zum Thema Sterbehilfe für seine eigene Entscheidung am 6. November sei. „Der Austausch mit den Bürgern im Sauerland war mir ein besonders wichtiges Anliegen“, so Wiese.

 
 

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