Holzpreise geraten unter Druck

Marsberg.  Forstdirektor Andreas Becker vom Gemeindeforstamt Willebadessen hat dem Haupt- und Finanzausschuss den Forstwirtschaftsplan 2016 vorgelegt. Der Ergebnisplan und der Finanzplan wurden einstimmig abgesegnet.

Der Stadtwald Marsberg ist rund 2000 Hektar groß. Er wird von einem Forstwirtschaftsmeister und zwei Forstwirten bewirtschaftet. Seit Februar ist Lars Grothe Revierleiter im Stadtwald.

Witterung: Schädlinge befürchtet

Im Frühjahr 2015 haben mehrere kleine, aber heftige Gewitterstürme und eine schleppende Konjunktur für Nadelschnittholz zu Preisnachlässen von rd. zehn Prozent geführt. Der Forstdirektor rechnet im Frühjahr 2016 wieder mit leicht anziehenden Preisen. Das Buchenstammholz konnte im Schnitt fünf Prozent besser verkauft werden. Für die kommende Saison rechnet er mit festen Preisen. Die Eiche läuft schon seit Jahren gut und wird auch weiterhin gerne gekauft. Das Brennholz wurde in den vergangenen zwei „warmen“ Wintern nicht mehr ganz so gut nachgefragt.

Befürchtet wird wegen der Witterungsextreme ein Käferjahr, was dann mit Zwangseinschlägen und somit vermehrten Rundholzangeboten die Preise unter Druck setzen werde. Große Sorge bereitet die Esche. Das Eschentriebsterben schreite weiter vor, ein Ende sei nicht abzusehen.

Nach den Veranschlagungen für 2016 stehen im Teil-Ergebnisplan 636 030 Euro Gesamteinnahmen Ausgaben von 529 740 Euro gegenüber. Das Gemeindeforstamt rechnet mit einem Gewinn von 86 290 Euro. Für Investitionen werden 2000 Euro veranschlagt. Das Forstwirtschaftsjahr 2015 sieht im Haushaltsansatz 2015 Einnahmen von 648 500 Euro, Ausgaben von 610 800 Euro und einen Gewinn von 35 700 Euro vor. Das vorläufige Rechnungsergebnis für 2014 schließt mit Gesamteinnahmen von 456 436 Euro und Gesamtausgaben von 422 179 Euro sowie einem Gewinn von 33 256 Euro.

Für das kommende Forstwirtschaftsjahr sollen wieder rund 11 200 Festmeter eingeschlagen werden. Das entspricht einem Hiebssatz von 5,6 Festmeter/Hektar. Etwa so viel wie in den vergangenen Jahren, aber immer noch unter den Werten von 6,4 Festmeter/Hektar pro Jahr gemäß der Forsteinrichtung. „Wir werden mit diesen Zahlen wiederum einen kleinen Vorratsaufbau von rund 2000 Festmeter schaffen, um unser Vorratsloch von 20 000 fm durch den Sturm Kyrill in 2007 Stück für Stück wieder zu füllen“, sagt Forstdirektor Becker.

 
 

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