HochsauerlandChallenge kam gut an

Doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr gab es beim 2. HochsauerlandChallenge in Winterberg.
Doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr gab es beim 2. HochsauerlandChallenge in Winterberg.
Foto: WP
Beeindruckende Leistungen,doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr - so stellte sich die 2. HochsauerlandChallenge dar.

Winterberg..  Beeindruckende Leistungen, doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr, gute Stimmung und ein Sommerwetter wie bestellt – so stellte sich die zweite HochsauerlandChallenge mit Ex-Radsportprofi Olaf Ludwig dar. Im Städtedreieck Winterberg-Medebach-Hallenberg maßen sich ambitionierte Hobbyradfahrer auf durchaus anspruchsvollen Strecken.

Schon beim Bergzeitfahren am Samstag beeindruckten die „Jedermänner“ mit strammen Leistungen. Auf der Strecke von Westfeld hoch zum Kahlen Asten traten 77 Starter kräftig in die Pedalen. Der Schnellste bewältigte die 7,6 Kilometer lange Strecke mit ihren 330 Höhenmetern in 16:20 Minuten und hob damit den Vorjahresbesten von seinem Thron.

Viele der Teilnehmer starteten beim Straßenrennen am Sonntag gleich ein zweites Mal durch. Ein Tross aus über 200 Fahrern setzte sich am Winterberger Marktplatz in Bewegung in Bewegung. Über Züschen, Hallenberg und Medebach zurück führte die 52-Kilometer-Runde. Mit ihren 770 Höhemetern hatte die Tour ein sehr individuelles Profil. Im bergigen Hochsauerland geht es nicht um taktisches Gruppenfahren und um Tempomachen. Gute Bergzeitfahrer haben auch auf der großen Runde gute Karten. „Die HochsauerlandChallenge ist schwerer als andere Jedermannrennen“, betont Olaf Ludwig. Neben der landschaftlich schönen Strecke mache aber genau das ihren besonderen Reiz aus.

Der Olympiasieger von 1988 ist bekannt als Organisator guter Radsportveranstaltungen. Das Winterberger Rennen hat für ihn einen weiteren Vorzug: Im Start- und Zielbereich in der Innenstadt können Zuschauer nicht nur das Fahrerfeld kräftig anfeuern, die Ausstellerfläche besuchen und dem Rahmenprogramm folgen. Der Verkaufsoffene Sonntag und viele fußläufig erreichbare Freizeitangeboten machten das besonders attraktive Gesamtangebot aus.

Region steht dahinter

Sehr gut sei im Hochsauerland die Zusammenarbeit mit Touristikern, Polizei, Feuerwehr und Behörden sowie das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, so Ludwig. Bei der zweiten Auflage falle vieles leichter, alle Beteiligten seien sehr motiviert gewesen. „Man merkt, dass die Akzeptanz vorhanden ist. Die Region will die Veranstaltung und steht dahinter.“

Positiv hob Olaf Ludwig auch den deutlich gestiegenen Frauenanteil hervor. „Frauen sind im Radsport schon länger keine Exoten mehr.“ Mit rund zehn Prozent Frauen im Fahrerfeld könne sich die HochsuauerlandChallenge durchaus sehen lassen.

Zwar hatten sich die Veranstalter mehr Teilnehmer gewünscht, dennoch sind sie mit über 270 Meldungen zufrieden. „Die Zahl der Meldungen hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt“, betont Tourismusdirektor Michael Beckmann. „Das zeigt, die Radsportszene nimmt das Angebot an und darauf können wir aufbauen. Im kommenden Jahr werden wir die Teilnehmerzahl sicher noch einmal verdoppeln.“

Dass das Radrennen „noch viel Potenzial“ hat, davon ist auch der Ex-Radsportprofi überzeugt. „Das Hochsauerland ist in Sachen Mountainbiken unglaublich bekannt. So langsam wächst die Erkenntnis, dass es auch hier enorm interessante Strecken zum Rennradfahren gibt“, betont Ludwig.

Viele Ideen in petto

Daran wollen alle Beteiligten weiter arbeiten – und planen darum eine Neuauflage im kommenden Jahr.

Dafür haben sie auch schon viele Ideen in petto: Das Rahmenprogramm am Winterberger Marktplatz soll weiter wachsen, ebenso die Ausstellerfläche am Unteren Waltenberg.

Weiterhin soll ein Sprint-Battle „Mann gegen Mann“ das sportliche Programm erweitern.

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