Harter Kampf um die Freigrafschaft

In der Antonius-Kirche in Titmaringhausen wurde die Freigrafschafts-Ausstellung am Dienstagabend eröffnet.
In der Antonius-Kirche in Titmaringhausen wurde die Freigrafschafts-Ausstellung am Dienstagabend eröffnet.
Foto: WP

Titmaringhausen..  Wie wichtig oder auch finanzstark musste eine Region sein, um die sich in 10-jährigen Unruhen gestritten wurde? Die Teilung der Freigrafschaft vor 350 Jahren und deren Geschichte wird nun in einer Wanderausstellung unter dem Motto „Alte Grenzen – die uns verbinden“ präsentiert. Auftaktveranstaltung war am Dienstag in der St.-Antonius-Kapelle in Titmaringhausen, in der die Ausstellung noch bis zum 4. Mai präsentiert wird.

Horst Frese, Hauptinitiator der Feierlichkeiten zum 350. Gedenkjahr, begrüßte zunächst die Besucher in der prall gefüllten Kirche. Auch Ortsvorsteher Franz Imöhl und Ortsheimatpflegerin Claudia Pape sprachen begrüßende Worte. Ein Blick in die Vergangenheit: vor 350 Jahren fand die Teilung der Freigrafschaftsdörfer Düdinghausen, Oberschledorn, Referinghausen, Titmaringhausen, Deifeld/Wissinghausen (diese wurden Kurköln – heute Westfalen zugeordnet) und Eppe, Hillershausen, Niederschleidern (diese blieben bei Waldeck) statt – eine Grenze war entstanden. Auch die Nachbarorte Küstelberg und Usseln präsentieren sich in der Ausstellung. Um das Gedenkjahr gebührend zu feiern, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Hier sind Horst Frese, Claudia Pape, Christoph Hammerschmidt und Willi Wienand die „Steuerungsgruppe“.

Von der Region für die Region

Wie kam es zu dieser Idee? Antonie Finnemann aus Düdinghausen erinnerte Frese an dieses historische Ereignis. Im alten Speicher in Düdinghausen trafen sich die Waldeckschen und die Kurkölner Vertreter. Alle waren begeistert und wollten sich einbringen. So entstand die große Gemeinschaftsaktion der Wanderausstellung – Gemeinschaft wird gelebt und so werden Grenzen überwunden. Der Tenor aller Gastredner war eindeutig: eine phantastische Ausstellung, entstanden durch außerordentlich großes ehrenamtliches Engagement. Grußworte sprachen Pastor Guido Potthoff (Pastoralverbund Medebach), Pfarrer Burkhard Uffelmann (ev. Kirchengemeinde Eppe), Dr. Wilhelm Völcker-Janssen (Leiter des Wolfgang-Bonhage-Museums Korbach), Dr. Klaus Wendt (Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins), Winfried Dickel (Vorsitzender der Briloner Heimatbundes Semper Idem, der die Ausstellung auch im Haus Hövener in Brilon vorstellen wird) und Hans Jürgen Friedrichs (Sauerländer Heimatbund, Kreisheimatpfleger). Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche überbrachte auch die Grüße der Bürgermeister aus Korbach und Willingen. Außerdem dabei Stephan Gerbracht (Sparkasse Hochsauerland) und Karlheinz Göbel (Sparkasse Waldeck Frankenberg).

„Von der Region für die Region“, so die Schlussworte von Horst Frese. Die Ausstellung sowie die vielen Festivitäten der einzelnen Ortschaften sollen das Geschichtsbewusstsein und die Zusammenarbeit stärken und die Touristik mit einbeziehen. Jung und Alt sind gefragt, dies zeigen auch die Kunstausstellungen, ein Gemeinschaftsprojekt der Grundschulen Eppe und Oberschledorn in den Städten Korbach und Medebach. Mit den Worten: „Die Ausstellung ist eröffnet“ und einem Schlag auf die alte Glocke rief Maximilian Pape zur Besichtigung auf. Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch durch Anna-Lena Schmidt, Zoe Hunold und Denise Röttger begleitet.

 
 

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