Gönner und Mäzen seit 85 Jahren Ehrenbürger

Obermarsberg..  In der Aula des neuen Heimatmuseums der Stadt Marsberg in Obermarsberg ist die rot-weiß-blaue holländische Fahne gehisst. Der Gönner und Mäzen der alten Stadt auf dem Berge, Karl Friedrich Hein, ist vor 85 Jahren zum Ehrenbürger ernannt worden. Anlass für die Hein’schen Nachfahren aus Deutschland und Holland sowie für die Obermarsberger, mit einer Ausstellung im Heimatmuseum an das Leben und Wirken ihres großen Wohltäters und Gründers der K. F.-Hein-Stiftung mit Sitz im holländischen Utrecht zu erinnern und zu gedenken. Sigurd Born, Großneffe von Karl Friedrich Hein, hatte die Ausstellung angestoßen.

Besondere Beziehung zum Ort

„Auch dieses Mal ist es uns wieder ein besonderes Vergnügen, in Obermarsberg zu sein, einer Stadt mit einer reichen Geschichte, die für die K. F.-Hein-Stiftung von großer Bedeutung ist“, sagte Annemijn Eschauzier, Vorsitzende der Stiftung, bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung als Auftakt der jährlichen Sitzung der Stiftung in Obermarsberg, die diesmal im Museum stattfand.

Vorstand und Büro der Stiftung hätten eine ganz besondere Beziehung zu Obermarsberg. „Für unseren Gründer Karl Friedrich galt dies noch viel mehr“, bekräftigte sie. „Nach dem Kauf des Stifts 1916 kam er regelmäßig nach Obermarsberg und genoss es sehr, hier zu sein.“ Hein sorgte nicht nur für den Erhalt des Stifts. Er stiftete im Jahr 1930 den Oberstädtern die Schützenhalle, die seinerzeit ihresgleichen suchte. Im Juni 1930 wurde er zum Ehrenbürger ernannt.

Die Stiftung hat sich auch in jüngster Zeit um Obermarsberg verdient gemacht und die Renovierung der Schützenhalle unterstützt, ebenso die Restaurierung des Wasserturmes, die neue Schautafel oder die Finanzierung des Löschfahrzeuges der Löschgruppe. Außerdem steuerte sie Mittel für etliche Projekte beim Wiederaufbau des Klosters Bredelar bei.

Querschnitt durch das Leben

„Wir möchten Danke sagen für alles, was Karl Friedrich Hein und die Stiftung für uns getan hat“, sagte Detlef Steinhoff, Vorsitzender des Fördervereins historisches Obermarsberg. Dem schloss sich Ortsbürgermeister Martin Halsband und Sturmius Wegener für die Schützenbruderschaft an. „Ich bin froh über die gute, vom gegenseitigen Vertrauen geprägte Beziehung der Stiftung mit der Stadt Marsberg“, so Bürgermeister Klaus Hülsenbeck. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das Leben von Karl Friedrich Hein, den Taufschein, sein Leben als Sportler, den Bau der Schützenhalle und des Musterhofs Gut Wieringsen sowie die Aktivitäten der Stiftung.

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