Gemeinschaftsschule

Zum Artikel in der WP vom 14. März ,,Grundschüler marschieren entlang der Quellen.’’ Mit Verwunderung las ich ihren beigefügten Bericht ,,Grundschüler marschierten entlang der Quellen am 14. März. Zunächst gratuliere ich der katholischen Grundschule am Burghof zur Teilnahme am Schulwander-Wettbewerb.


In ihrem Artikel trägt die Schule allerdings den Namen ,,katholische Gemeinschaftsgrundschule’’. Weil es aber keine katholische Gemeindschaftsgrundschulen und auch keine evangelischen Gemeinschaftsgrundschulen gibt laut Gesetz, nehme ich die neue Bezeichnung der Schule als Anstoß, über die im erdachten Namen ,,katholische Gemeindschaftsgrundschule’’ enthaltene Charakterisierung der Schule nachzudenken: Irreführung oder Aufruf?


Vielleicht ist das ein Aufruf an die Elternschaft, einen Antrag auf die Umwandlung der ,,katholische Gemeinschafsgrundschule’’ in eine Gemeinschaftsgrundschule zu stellen. Zum Bildungsangebot der Kernstadt gehört in der heutigen Zeit eine Gemeinschaftsgrundschule. Sie ist ein Ort des Zusammenlebens von Christen, Andersgläubigen und Konfessionslosen.


Als ehemalige Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule Marsberg fühle ich mich verpflichtet, aus jahrzehntelanger Erfahrung darauf hinzuweise, dass die Umwandlung ein Beitrag für das friedvolle Zusammenleben der Bürger bedeutet. Die Grundschule kann nicht nur von einer Konfession beansprucht werden. Bei der Besetzung der Schulleiter- und Lehrerstellen gäbe bei einer Gemeinschaftsgrundschule nicht die Konfession den Ausschlag.


Weil auch die Eltern der katholischen Grundschule nichts zur Finanzierung beitragen müssen – anders als bei Schulen in kirchlicher Trägerschaft- kann nicht eine Gruppe der Versuchung unterliegen, für sich zu beanspruchen, eine ,,katholische Gemeinschaftgrundschule’’ zu sein. Darum versuche ich, die irrige Bezeichnung der Grundschule als Aufruf zu verstehen und bitte um Richtigstellung auch für die Elternschaft.
Hilde Ottersbach, Bredelar

 
 

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