Fischer: „Konsolidierung ja, kaputtsparen nein“

Olsberg..  „Die Stadt Olsberg ist für die Zukunft eigentlich recht gut aufgestellt.“ Diese positive Bilanz zog Bürgermeister Wolfgang Fischer auf dem Neujahrsempfang gestern Morgen im Olsberger Rathaus.

Neben den Vertretern von Rat und Verwaltung, Abordnungen der Vereine und Institutionen der Stadt waren auch wieder eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern geladen, die sich im abgelaufenen Jahr 2014 durch besondere „Bürgerschaftliche Aktivitäten“ ausgezeichnet haben (wir berichten noch).

Mit einem Blick auf die aufgefrischte Plastik an der Südseite des Rathaussaales „Die Zeit, die Musik, das Theater“ galt ein besonderer Gruß Fischers auch dem Künstler Jürgen Suberg.

Umrahmt wurde der Empfang von den Blechbläsern „Brass 4 Fun“. Und da gleich zwei Akteure des Quartetts Mitglied der Geschäftsleitung der Olsberger Hütte sind, nahm der Bürgermeister das zum Anlass, ihren Chef Ralf Kersting als neuen Präsident der IHK NRW sowie als Vizepräsident auf Bundesebene mit den Worten zu gratulieren: „Ich hoffe, dass Du auch weiterhin die Interessen der heimischen Wirtschaft gegenüber der Landesregierung sowie Verwaltungen und Verbänden energisch vertrittst.“

Umsetzung des Zentrenkonzeptes

Die Umsetzung des Zentrenkonzepts und die verkehrliche Optimierung im Bereich der Verbrauchermärkte sind laut Bürgermeister Schritte, die die Stadt ebenso weiter nach vorne gebracht haben, wie die Positionierung im Bereich der Touristik, wo Olsberg jetzt zu den Sauerlandwanderdörfern gehört.

Nicht so rosig sieht es bei den Finanzen aus, wo die Lage, wie in allen Kommunen, nach wie vor angespannt ist.

Olsberg ist da ja im hiesigen Raum ein ganz spezieller Fall: Es gilt als abundante Kommune als fiktiv reich, nur weil die Stadt ein hohes Gewerbesteueraufkommen hat. So muss man jährlich rund 450 000 Euro für noch „ärmere“ Städte abzwacken, von Geld, was man eigentlich nicht hat. „Eben ein Ritt auf der Rasierklinge“, so der Bürgermeister, der zwar für eine Konsolidierung des Haushalts ist, aber wenig davon hält, dass sich Olsberg kaputtspart.

Und in Sachen Energiewende ist es für Bürgermeister Wolfgang Fischer das Beste, wenn sich die Kommunen selbst der Verantwortung stellen. Ohne Akzeptanz der Bevölkerung könne man diesen Weg mit der „Brechstange“ sowieso nicht bestreiten. Aber das macht schon jetzt der massive Gegenwind mehr als deutlich.

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