Feuerwerk der Emotionen im Sekundentakt

Noch einmal die deutsche Nationalhymne bei der letzten WM-Siegerehrung und dann das große Abschlussfeuerwerk am letzten Abend der Bob- und Skeleton-WM - unzählige Zuschauer erlebten auf dem Winterberger Marktplatz noch einmal Gänsehaut-Momente.
Noch einmal die deutsche Nationalhymne bei der letzten WM-Siegerehrung und dann das große Abschlussfeuerwerk am letzten Abend der Bob- und Skeleton-WM - unzählige Zuschauer erlebten auf dem Winterberger Marktplatz noch einmal Gänsehaut-Momente.
Foto: Rita maurer
Als die ersten Raketen gestern Abend um kurz nach 20 Uhr aufstiegen und ein Feuerwerk in den Himmel Winterbergs zauberten, da war es geschafft. Fans, Helfer, Funktionäre, Organisatoren und Sportler – sie alle genossen diesen Gänsehaut-Moment kurz nach der letzten Medaillen-Zeremonie.

Winterberg..  Als die ersten Raketen gestern Abend um kurz nach 20 Uhr aufstiegen und ein Feuerwerk in den Himmel Winterbergs zauberten, da war es geschafft. Fans, Helfer, Funktionäre, Organisatoren und Sportler – sie alle genossen diesen Gänsehaut-Moment kurz nach der letzten Medaillen-Zeremonie.

Fast schon zu hören waren die vielen kleinen und großen Steine, die dem einen oder anderen vom Herzen fielen. Die Abschlussfeier markierte den krönenden Schlusspunkt einer Bob- und Skeleton-WM, die die Messlatte hoch gelegt hat für die nachfolgenden Ausrichter-Städte. Fest steht auch, dass sich Winterberg nach dieser Gold-WM für weitere Großveranstaltungen geradezu aufdrängt.

Ein Feuerwerk der Emotionen brannten wie schon in der Woche zuvor auch an diesem Samstag und Sonntag die Kufen-Stars im perfekten Zusammenspiel mit dem Publikum am Eiskanal ab. Es knisterte auf den Rängen der Ziel-Arena. Die Spannung und Dramatik war zum Greifen bei den Herzschlag-Finalen. Atemlose Stille wechselte sich fast im Sekundentakt ab mit Jubelschreien entlang der Eisrinne, wenn die Zwischenzeiten über die Videoleinwände flimmerten.

Ministerpräsidentin fiebert mit

Unter den tausenden Fans fieberte auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die das gesamte Wochenende in Winterberg verbracht hat, mit. Sie zeigte sich begeistert von der Stimmung, der Organisation und dem Einsatz des ehrenamtlichen Helferteams.

Überhaupt verwandelten wieder über 10 000 Besucher die Bob- und Rodelbahn in eine Flaniermeile der etwas anderen Art. Aus Bob-Laien wurden Kufen-Experten, die bei Currywurst und Waffeln fachsimpelten und vom Startbereich in Scharen zu den Finalläufen in den Zielbereich pilgerten. Wahnsinn.

Von den rund 2300 Einwohnern im Heimatort Brachbach von Jacqueline Lölling konnte am Samstag kaum jemand zuhause geblieben sein; ganze Vereine und Musikgruppen waren nach Winterberg gekommen, um ihre „Jacka“ anzufeuern. Jacqueline Lölling, die für die RSG Hochsauerland startet und sich erst im letzten Moment für die WM qualifiziert hatte, war nach ihrem Silberlauf zu Tränen gerührt: „Die Fans sind der absolute Wahnsinn, sie haben mich förmlich die Bahn herunter geschrien. Ich konnte gar nicht anders als aufs Siegertreppchen zu fahren.“

Feiern bis zum Abwinken

Der Shooting-Star, der von Familie und Freunden im Zielbereich fast erdrückt wurde, hatte sich eine Stunde nach dem Triumph langsam gefasst und teilte den überraschten Journalisten mit: „Jetzt feiere ich meine Medaille. Ich kann auch die Sau raus lassen.“ Hintergrund: Der Bus, der die Fans zurück in ihren Heimatort Brachbach brachte, fuhr erst um 21 Uhr. „Ich will jetzt noch alles genießen. Denn in zwei Wochen beginnt schon meine Ausbildung bei der Bundespolizei“, so die Vizeweltmeisterin.

Lizzy Yarnold aus Großbritannien war nach der Siegerehrung am Samstag ebenfalls begeistert vom Drumherum bei der WM in Winterberg: „Ich liebe die deutschen Fans und das deutsche Bier!“

Nach so viel Lob von allen Seiten wollen die WM-Organisatoren in Sachen Großveranstaltung am Ball bleiben. Man möchte im Hochsauerland nicht noch einmal 20 Jahre bis zu einer Weltmeisterschaft warten. So hat man die Rennrodel-WM 2019 ins Auge gefasst.

Und wer weiß, vielleicht gibt es ja schon in vier Jahren ein WM-Wiedersehen. Vorausgesetzt, die angekündigte Bewerbung hat Erfolg.

Wenn es nach den Sportlern ginge, dürfte Winterberg beste Karten haben. Denn nicht nur Bob- und Skeleton-Athleten fühlen sich hier wie zu Hause. Auch die Rennrodler schwärmen von der einmaligen Atmosphäre auf der Kappe.

 
 

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