Fernwärme garantiert Badevergnügen im Almer „Badcelona“

Bernd Sangermann
Volker Koch, Meinolf Lutter und Friedhelm Ebers (v.l.) an der Übergabestation der Fernwärme zum Freibad.
Volker Koch, Meinolf Lutter und Friedhelm Ebers (v.l.) an der Übergabestation der Fernwärme zum Freibad.
Foto: WP

Alme.  Es ist geschafft: Seit dem Wochenende wird das Freibad „Badcelona“ mit Fernwärme beheizt. Bei angenehmen 24 Grad tummelten sich in den vergangenen Tagen bis zu 400 Badegäste täglich im Wasser.

Der Betreiber, Förderverein Freibad Alme, hatte bekanntlich ein gemeinsames Beheizungskonzept für Freibad und Gemeindehalle erstellen lassen. Ergebnis: Statt der konventionellen Ölheizungsanlage setzt man auf Fernwärme. Die Heizquelle kommt aus dem nahe gelegenen Sägewerk Runge, das zur Stromerzeugung ein Lokomobil aus dem Jahre 1953 betreibt. Die dabei frei werdende Abwärme beheizt über Wärmetauscher und einer 350 Meter langen Leitung das „Badcelona“. Und das ist einzigartig für öffentliche Einrichtungen in Deutschland. Friedhelm Ebers, Meinolf Lutter und Volker Koch zeichneten seit Ende Januar für die technische Umsetzung verantwortlich. Mit Hilfe von vier Unternehmen und viel Eigenleistung konnte das Projekt gestemmt werden. So wurde ein Rohrnetz von 1100 Metern Länge verlegt. 25.150 Liter (plus 19.500 Liter Wärmespeicher) können beheizt werden. An Gesamtenergie stellt das Sägewerk 900 kW für Bad und Halle zur Verfügung. Der Rest geht in einen Pufferspeicher. 2. Vorsitzender Rüdiger Sürig: „Da kommt so viel Energie rüber, dass wir neben dem Freibad auch die Halle komplett und nicht nur teilweise mitbeheizen können.“