Fehlfunktion zwischen den Gehirnhälften

Was ist die Ursache des Stotterns?
Stottern entsteht durch eine Störung im Sprechablauf, eine Fehlfunktion in der Zusammenarbeit der linken und rechten Gehirnhälfte, die wahrscheinlich genetisch bedingt ist. Die meisten stotternden Menschen haben daher vermutlich eine Veranlagung. Stottern entsteht in einer Zeit, in der sich das Kind körperlich, geistig, emotional und sprachlich am schnellsten entwickelt.


Wird Stottern vererbt?
Stotternde Menschen haben im Vergleich zu nicht stotternden etwa dreimal häufiger Verwandte, die ebenfalls stottern. Stotternde Frauen haben häufiger stotternde Kinder als stotternde Männer. Stottern wird jedoch nicht direkt vererbt, sondern vermutlich wird nur eine Veranlagung weitergegeben.


In welchem Alter beginnt Stottern und wie viele Menschen sind betroffen?
Fünf Prozent aller Kinder durchleben, bedingt durch Veranlagung, in ihrer Sprachentwicklung eine Phase, in der sie stottern. Der Beginn liegt meist zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Bei 75 bis 80 Prozent dieser Kinder legt sich das Stottern wieder von selbst. Da sich jedoch nicht sagen lässt, welches Kind das Stottern wieder verliert, empfiehlt sich in jedem Fall eine frühzeitige Diagnostik.


Beruht Stottern auf psychischen Problemen?
Nein, stotternde Kinder und ihre Eltern unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit und ihrem Umgang miteinander nicht von der übrigen Bevölkerung. Es gibt keine typische „Stotterer“-Persönlichkeit und keine typischen „Stotterer“-Familien.


Wer behandelt Stottern und welches Angebot ist seriös?
In Deutschland behandeln vor allem Logopäden und Sprachheilpädagogen stotternde Menschen, aber auch Sprachtherapeuten sowie Atem-, Stimm- und Sprechlehrer.


 
 

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