Ernüchternde Fakten für B7n-Bau von Nuttlar bis Brilon

An der Anschlussstelle zur A46 wird bei Bigge kräftig gebaut. Das Planungsverfahren für den Weiterbau der B7n von Nuttlar bis Brilon stockt.
An der Anschlussstelle zur A46 wird bei Bigge kräftig gebaut. Das Planungsverfahren für den Weiterbau der B7n von Nuttlar bis Brilon stockt.
Foto: Rita Maurer
Im Rat Brilon berichtet der Landesbetrieb Straßen NRW über die Planungsverzögerung beim B7n-Weiterbau bis Brilon. Ratspolitiker sind frustriert.

Brilon.  Die Planung für den Weiterbau der B7n von Nuttlar bis Brilon ist ins Stocken geraten. Im letzten möglichen Bauabschnitt verzögern Artenschutzbedenken die weitere Ausarbeitung. Das machte Sven Koerner vom des Landesbetriebs Straßen NRW am Donnerstagabend im Briloner Rat deutlich.

Wie die Westfalenpost bereits berichtete behindert eine Raubwürger-Population die zügige Schaffung von Baurecht. Zwei von NRW-weit 20 bekannten Paaren des geschützten, amselgroßen Vogels brüten in dem Gebiet des eigentlich geplanten letzten Streckenabschnitts nahe Brilon.

Außerdem, so Koerner, ist das Gebiet Lebensraum der geschützten Feldlerche. Für den gesamten Abschnitt wird zudem geprüft, ob sich die Wildkatze angesiedelt hat.

Das sind Variablen, die die Planung in eine gewisse Unsicherheit führen, räumte Koerner ein. Damit sei ein Weiterbau aber keineswegs unmöglich. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nichts entschieden.“ Die Umweltprüfung werde ergeben, ob im bisher vorgesehenen Areal weiter geplant werden könne oder ob es einen alternativen Korridor gebe, der eine geringere Belastung für die Umwelt mit sich bringt. Anfang 2017 soll die gutachterliche Bewertung vorliegen. Im Frühjahr 2017 sei absehbar, welche Auswirkungen die Artenschutzprüfung auf das Verfahren habe. Es gehe darum, Rechtssicherheit zu schaffen, damit man bei einer Klage gegen den Bau ein stabiles Fundament habe. Das Ausmaß der Verzögerung für das Projekt, das im Referentenentwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans als „vordringlich“ eingestuft wird, sei jetzt nicht absehbar, so Koerner auf Nachfrage von Eberhard Fisch. Der CDU-Politiker befürchtet eine Verzögerung von mehreren Jahren. Seine Fraktionskollegin Karin Bange stellte sogar fest: „Ich denke, wir werden das Bauwerk nie sehen.“

Während es für den B 7n-Weiterbau zumindest eine Perspektive gibt, hat die Ortsumgehung Brilon – Alme kaum Chancen. „Wir dürfen dafür derzeit nicht planen“, so Koerner. Der Abschnitt wird im Bundesverkehrswegeplan nur im „weiteren Bedarf“ eingestuft. Diese Bewertung untersagt die Planung.

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