Eine harte, schnelle Piste muss her

Winterberg..  Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Viel Arbeit“. Florian Leber nimmt da kein Blatt vor den Mund, wenn er auf die Vorbereitungen des Snowboard-Weltcups am 14. März eingeht. Die besten Snowboarder der Welt werden dann auf seiner Piste am Poppenberghang um Weltcup-Punkte fahren. Dafür erwarten sie eine perfekte Piste.

Neben dem alltäglichen Wintersport-Trubel hat der Liftbetreiber so manche Stunde mit Planungen und Besprechungen verbracht. Aber die meiste Arbeit liegt noch vor ihm. Denn für das gesamte Organisationsteam steht die „heiße Phase“ kurz bevor. Sicherheitsvorkehrungen, die Verkehrsführung, die Zuwegung für das Publikum sowie die Infrastruktur für die Fernsehsender - all’ das und noch viel mehr stehen auf der Liste.

Im Fokus steht aber die Pisten-Präparierung. Und da hat das kalte Winter-Wetter Florian Leber und Team in die Karten gespielt. Die Schnee-Erzeuger liefen auf Hochtouren. „Im Februar müssen wir sowieso ausreichend Schneereserven haben“, so der 34-Jährige. Wenn in den Niederlanden Krokusferien sind und in Deutschland die „Karnevalsflüchtlinge“ nach Winterberg strömen, machen die Skigebiete ihr Hauptgeschäft. „Bis dahin machen wir Schnee, soviel wir können.“

Erst kommen die Hobby-Skifahrer

Zwar ist es noch ein Weile hin bis zum Weltcup, dennoch laufen am Hang schon erste Vorbereitungen. Das heißt: Oben schon mal das steile Startstück aufbauen und im Auslauf den Zielbereich. Diese Stellen brauchen besonders viel Schnee. Für das Präparieren der harten, schnellen Piste ist es aber insgesamt noch zu früh, da die Hobby-Wintersportler bei solchen Bedingungen an ihre Grenzen stoßen würden. Und bis zum 14. März hofft nicht nur Florian Leber auf viele Gäste. Ab 1. März geht’s dann richtig los. Je nach Witterung müssen die Betreiber flexibel mit der Situation umgehen und das Beste aus der Piste raus holen. Das Präparieren für den Weltcup will Florian selbst in die Hand nehmen. „Ich fahre seit 20 Jahren Pistenwalze und kenne mich aus.“ Erste Erfahrungen mit dem Aufbau einer Rennpiste hat er vor neun Jahren gesammelt, als er beim Präparieren des Flutlichthangs für die ersten beiden Weltcups geholfen hat.

Der Liftbetreiber hat hohe Ansprüche an sich selbst und sein Team. Dafür greift er, wenn es sein muss, auch selbst in die Tasche: „Eventuell wollen wir noch spezielle Verdichtungsplatten für die Walze kaufen.“ In jedem Fall aber gilt es, die Umweltschutzauflagen zu beachten. „Bei allen Ansprüchen der Sportler, der Naturschutz steht immer Vordergrund. Da führt kein Weg dran vorbei.“

Veranstaltung in Winterberg halten

Was ist mit den Kosten für den Liftbetreiber? „Die Arbeitsstunden darf man nicht rechnen“, heißt es entschieden. Und der weitere Aufwand? „Das ist ja eine Gesamtveranstaltung vom Skiliftkarussell. Alle helfen mit, auch der Skiklub. Gemeinsam ist das schon zu stemmen“, so Leber.

Schließlich wollen alle Beteiligten die Chance nutzen, den Weltcup zu einer dauerhaften Veranstaltung zu machen.

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