Eine Gefahr für unser Trinkwasser

Möhne.  Die Möhne, auch als Hunerbecke bezeichnet, entspringt de facto am nordöstlichen Rand unserer Heimatstadt neu. Hier beginnt ein Fließgewässer als Ablauf einer Kläranlage.


Etwa 2,72 cbm geklärtes Abwasser pro Jahr, das entspricht rund 7 500 000 Liter in recht geringen Konzentrationen mit Nitrat und Phosphat belastetem Abwasser pro Tag (nachzulesen unter www. ruhrverband.de) versickern nicht harmlos im Untergrund und treten irgendwo wieder aus, sondern verschwinden abrupt über eine Karstkluft im Untergrund. Von dieser Tatsache kann sich jeder interessierte Briloner Bürger einen eigenen Eindruck verschaffen.


Begeistern wird die Vorstellung, dass dieses Abwasser in das Grundwasser gelangen und eine Gefahr für unser Trinkwasser darstellen könnte, wohl niemanden.


Wir empfinden die Entscheidung des Magistrats, diesem Missstand nun abzuhelfen, daher als sehr positiv und 600 000 Euro sollte uns der Schutz unseres Grundwassers wert sein. Rinder, die auf einen mäandrierenden (in Windungen verlaufenden, Anm. d. Red.) Bachlauf schauen, interessieren uns dagegen nicht. Auf Polemik dieses Niveaus verzichten wir gerne. Wir freuen uns schon heute, dass Spaziergänger und Radfahrer den Anblick einer renaturierten Möhneaue genießen werden.

Ursula und Hans Jürgen Schmidt , Brilon

 
 

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