Die Verbundschule der Ahnungslosen

Die Heinrich-Lübke-Hauptschule soll mit einer Realschule zu einer neuen Verbundschule werden.
Die Heinrich-Lübke-Hauptschule soll mit einer Realschule zu einer neuen Verbundschule werden.
Foto: WP

Brilon. Angedacht ist, die Eduard-Pape-Hauptschule zu schließen und an der Heinrich-Lübke-Hauptschule eine neue Realschule anzudocken. Somit hätte Brilon neben der Marienschule als katholische Ersatzschule eine zweite Realschule.

Wo werden sich die Räume der neuen Realschule aber letztendlich befinden? Im Schulzentrum nah dem Gymnasium „Petrinum“ und Berufskolleg Brilon oder am Hauptschulstandort im Steinweg? Oder an beiden? Offenbar weiß das in der Verwaltung keiner so ganz genau. Schulamtsleiter und Hülsenbeck-Nachfolger Wolfgang Pack jedenfalls konnte unserer Zeitung darauf keine Antwort geben. „Das wissen wir nicht. Das entscheidet der Lenkungsausschuss. Der gibt uns in den nächsten Tagen Nachricht“, sagte er zur WP.

Der stellvertretende Schulausschussvorsitzende, Wolfgang Diekmann (CDU), schlägt bei diesem Thema die Hände überm Kopf zusammen. „In der Verwaltung wusste man doch bereits im Vorfeld des offiziellen Schreibens der Bezirksregierung, dass die Verbundschule genehmigt wurde. Niemand hat uns bisher davon etwas wissen lassen. Was sollen wir den Eltern der Schüler sagen, die sich für die neue Realschule entscheiden? Wo sollen ihre Kinder sich nach der vierten Klasse anmelden? Wo ist der Unterricht? Keiner weiß was Genaues.“

Eine zweite Frage dürfte interessant sein. Was wird aus der Marienschule? Ist diese Einrichtung, die seit eh und je zu Brilon gehört, mit der zweiten Realschule in ihrem Bestand gefährdet? Wolfgang Pack wehrt ab. „In gar keinem Fall. Das Gesetz sagt hier eindeutig, dass keine bestehende Schule in ihrem Bestand wegen einer neuen in Frage gestellt werden darf. Außerdem habe ich mit dem Rektor der Marienschule, Michael Stratmann gesprochen. Auch er ist der Meinung, dass seine Schule nicht gefährdet ist. Im Gegenteil. Realschüler, die wegen Überfüllung in Brilon bislang keine Aufnahme finden, könnten somit auf die Fahrt nach Olsberg verzichten und vor Ort bleiben.“

Das gleiche habe Michael Stratmann auch Wolfgang Diekmann gesagt. „Von Seiten der Marienschule gibt es da keine Befürchtungen“, sagte Diekmann. Trotzdem werde die CDU das Thema im Rat kritisch abklopfen.

 
 

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