Die ,Eintracht’ kann sich hören lassen

DerWesten
Frühlingsfest Eintracht Olsberg 90-Jähriges
Frühlingsfest Eintracht Olsberg 90-Jähriges
Foto: WP

Olsberg. (aj) Mit gleich drei Konzerten in einem, feierte die Olsberger „Eintracht“ am Samstag in der restlos ausverkauften Konzerthalle ihr 90-jähriges Bestehen.

Da wurde kurzerhand aus dem traditionellen Frühlingskonzert zugleich ein Wunschkonzert gemacht, denn schließlich wussten die Verantwortlichen des Musikvereins um ihren Vorsitzenden Michael Hüske, was sie ihrem treuen Publikum zum Jubiläum schuldig waren. Also drei Konzerte in einem. Und wie dieser musikalische Leckerbissen ankommen ist, zeigte sich spätestens beim tosenden Beifall nach der Zugabe wie in den früheren Jahren – die „Alten Kameraden“.

Allerdings – so ganz unbeteiligt waren die Musikfreunde auch nicht am Gelingen des Konzerts, das von Schützenoberst Dietmar Vollmer gekonnt moderiert und durch tolle Einspielungen auf der Großleinwand untermalt wurde. Sie hatten zuvor die Qual der Wahl und sich die Stücke in den verschiedenen Kategorien ausgesucht. Eben das Beste vom Besten aus den Frühlingskonzerten von 2002 bis 2010, präsentiert vom großen Blasorchester der „Eintracht“ unter der Leitung von Christian Steinmeier und dem Jugendorchester mit Michael Aufmkolk am Dirigentenpult.

Das 55-köpfige Jugendorchester bewies mit dem „Fridericus Rex Grenadiermarsch“, der Originalkomposition von „Variazioni in Blue“ sowie mit dem „Fluch der Karibik“, wie viel Wert bei der „Eintracht“ auf Nachwuchsarbeit gelegt wird. Sogar an die Dirigentenausbildung wird da gedacht. Denn zwischendurch schwang sogar der junge Felix Burmann den Taktstock. Und um das Thema Nachwuchsförderung zu unterstreichen, durfte sich auch das Ausbildungsorchester von Kathrin Richter mit „Baba’s Reggae Rock wieder einmal einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Den Auftakt des Konzerts bildete der „Einzug der Gladiatoren, dem ein Ausflug zum Musical vom „Phantom der Oper“ mit den beiden hervorragenden Gesangssolisten Christane und Thomas Mester folgt. Dann wurde es klassisch. Mit der „Leichten Kavallerie“ und als Filmmusik war die „Indiana Jones Selection“ zu hören. Anschließend wurde das „Schicksal der Götter“ herausgefordert, bevor bei den „Children of Sanchez“ der absolute Höhepunkt sich anbahnte.

Solo und virtuos war angekündigt, und diesen Part übernahm kein geringerer als Olsbergs Startrompeter Professor Frederik Köster. Ein wahrer Meister auf seinem Instrument, der gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem „i“ auf dieses Konzert der Extraklasse setzte. Den Schlusspunkt bildeten die „Südböhmische Polka“ sowie Rock und Pop mit den Mesters und „Phil Collins Live“ und „Hänschen auf Weltreise“. Bei diesem Stück wurden Erinnerungen an einstige Dirigenten des großen Blasorchesters geweckt, die neben Christian Steinmeier noch mal ans Pult kamen.