Dickes Paket Wörterbücher für Flüchtlinge

Die ersten in Brilon gespendeten Wörterbücher wurden den Integrationspaten und dem Cafe International zur Verfügung gestellt.
Die ersten in Brilon gespendeten Wörterbücher wurden den Integrationspaten und dem Cafe International zur Verfügung gestellt.
Foto: WP
Wie lebt es sich in Deutschland? Die Jüngsten in der Flüchtlingsunterkunft im Schulzentrum an der Jakobuslinde lernen jetzt mit Elmar den Alltag kennen.

Brilon..  Elmar ist ein bunter Elefant. Und der bringt Kindern im Vorschul- und Grundschulalter spielerisch und unterhaltsam Grundbegriffe der deutschen Sprache und grundlegende Gewohnheiten zum Leben hierzulande bei. Oder sie können von den Zwillingen Zoe und Theo mehr aus dem für sie noch fremden Land erfahren.

Gestern Nachmittag nahmen Ursula Bange und Beate Giersch in der Flüchtlingsunterkunft an der Jakobuslinde ein dickes Paket an Wörterbüchern entgegen - für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Möglich gemacht haben die Anschaffung die Sauerländer Bogenschützen. Sie legten aus der Vereinskasse 500 Euro für den von der Stadtbibliothek Brilon und dem „Bildpunkt“ der Propsteigemeinde, der bistumsweiten Bildungsinitiative, initiierten Aktion „Wörterbücher öffnen Welten“ zusammen.

„Sprache ist die Grundlage für Integration“ sagt „Bildpunkt“-Sprecherin Nicole Thurau-Stoeck. Mit ihrer Ende September bei der Inbetriebnahme der Notunterkunft gestarteten Aktion haben sie eine weitere wahre Spendenwelle in Brilon ausgelöst.

Sprachunterricht beim Wäschewaschen

In den Buchhandlungen Podszun und Käpt’n Book stehen Büchertische mit empfohlenen Wörterbüchern für Kinder und Erwachsene und Spendenkisten. Wer mag, kann ein Buch erwerben und es gleich für den guten Zweck dort lassen. Und die Briloner geben gerne. 68 Bücher - bei 3,99 Euro geht’s los - haben die beiden Buchhandlungen bereits den Integrationspaten im Flüchtlingstreff „Café International“ aushändigen können.

Gestern kamen 51 weitere für die Menschen in der Notunterkunft hinzu. Neben Bilderbüchern für Kinder gibt es natürlich auch klassische Sprachführer für Arabisch, Englisch und verschiedene Varianten des Persischen.

Bundesweit ist die Nachfrage nach diesen Wörterbüchern so groß, so dass die Verlage mit dem Nachliefern kaum Schritt halten können, wie Marianne Bange von der Buchhandlung Podszun berichtet. Und was sie gerade miterlebt: „Unglaublich, wie großzügig die Briloner spenden!“ Dass die Spenden in gute Hände kommen, weiß Ursula Bange. Sie betreut die Flüchtlinge und kennt deren Wunsch, sich auf Deutsch verständigen zu lernen. Dazu nutzen viele sogar die Wartezeit vor den Waschmaschinen: „Irgendjemand ist immer da, der was übersetzt. Erst für vier und mittlerweile für 40 bis 50 Leute.“

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