Das Winterberger „Ei“ ist eröffnet

Das "Oversum Vitalresort Winterberg" wurde Mittwoch Abend (16. Mai) im Beisein vieler Ehrengäste feierlich eröffnet.
Das "Oversum Vitalresort Winterberg" wurde Mittwoch Abend (16. Mai) im Beisein vieler Ehrengäste feierlich eröffnet.
Foto: Ralf Hermann
So wie Mittwoch Abend soll es künftig möglichst immer sein: Geschäftiges Treiben im Foyer, ein gut gefülltes Hotel, eine attraktive Veranstaltung in der Stadthalle und eine große Zahl froh gelaunter Gäste. Am Mittwoch wurde das „Oversum Vitalresort Winterberg“ in der neuen Kongress- und Stadthalle im Kreise geladener Gäste offiziell eröffnet.

Winterberg. Irgendwie war bei aller Freude und allem Stolz über die Umsetzung des Projekts bei allen Beteiligten auch kollektives Durchatmen angesagt. Klar, dass in den Gesprächen, Gruß- und Dankesworten auch der ein oder andere Meilenstein und historische Augenblick für die gesamte Stadt und die Region verbal die Runde machte. Schließlich liegen zehn lange und nicht immer einfache Planungs-Jahre insbesondere hinter dem Investor, der s.a.b. AG aus Friedrichshafen, und der Stadt Winterberg, die das Gesamtprojekt gemeinsam geplant und bis zum Eröffnungstag umgesetzt haben. 4,5 Millionen Euro hat die Stadt investiert, um mit dem „Oversum“ unter anderem die Tourist-Info, ein neues Schwimmbad, die Kongress- und Stadthalle sowie einen Festplatz zu bündeln und die oft zitierten dezentralen Strukturen mit stark sanierungsbedürftigen Gebäuden (rund 15 Millionen Euro Investitionsbedarf) wie Stadthalle sowie Hallen- und Freibad zu ersetzen.

Zu den 4,5 Millionen Euro an öffentlichen Geldern gesellen sich nun jährlich rund 700 000 Euro Betriebskosten hinzu. Der Rest der Investitionssumme fließt aus privaten Schatullen in das Projekt, das neben den erwähnten „städtischen“ Pflichtmodulen zudem ein seit gestern zertifiziertes 4-Sterne plus-Hotel sowie Wellness-, Fitness- und Saunaangebote vorhält. Noch in Planung ist ein medizinisches Zentrum unter der Federführung des St. Franziskus-Hospitals.

Für Winterberg soll das „Oversum“ nicht nur optisch ein Blickfang und medialer Aufhänger sein, aus den Büros der Touristik im Winterberger „Ei“ - quasi als Schaltzentrale - soll künftig noch stärker der Gesundheitstourismus über die „AktivZeit“-Angebote sowie ein damit eng verknüpfter Geschäftstourismus vorangetrieben und etabliert werden. Zudem wird künftig ein Augenmerk auf der gesundheitlichen Prävention von Mitarbeitern in Unternehmen liegen.

Zwar müssen noch einige Restarbeiten erledigt und die Außenanlagen abgeschlossen werden, dennoch ist jetzt die erste Projekt-Phase abgeschlossen. Nun folgt Phase 2: Die Umsetzung des Konzeptes, um das Gebäude mit Leben zu füllen. Die erste Duftmarke dabei wird der „Tag der offenen Tür“ an Christi Himmelfahrt setzen.

Die Verantwortlichen der Touristik und der Stadtverwaltung schauten am Mittwoch bei der Eröffnung aber auch schon ein wenig in die Zukunft. Schließlich wartet dort noch viel Arbeit. So soll u.a. der Kurpark, gefördert mit Landesmitteln, in einen Vital-Aktiv-Park umgebaut werden, um sich thematisch und konzeptionell sowie optisch dem benachbarten „Oversum“ anzupassen. Auch das Dauer-Thema „Hotelruine Claassen“ sowie die Vermarktung und Modernisierung des Bahnhof-Areals stehen insbesondere in den Aufgaben-Heftchen.

 
 

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