Bundesverkehrswegeplan – „Licht und Schatten für das Sauerland“

Zwischen der Anschlussstelle Bestwig und der künftigen Anschlussstelle Bestwig/Nuttlar befindet sich die A 46 im Bau. Hier der Zubringer bei Bigge.
Zwischen der Anschlussstelle Bestwig und der künftigen Anschlussstelle Bestwig/Nuttlar befindet sich die A 46 im Bau. Hier der Zubringer bei Bigge.
Foto: WP
Der Bundesverkehrswegeplan legt fest, welche Projekte wahrscheinlich bis 2030 umgesetzt werden. Für das Sauerland gibt es gute und schlechte Nachrichten.

Altkreis. Das Bundesverkehrsministerium hat am Mittwoch mit der Vorstellung des Bundesverkehrswegeplans die Grundlage für die Planung von Autobahnen und Bundesstraße in den kommenden Jahren geschaffen. „Der Bundesverkehrswegeplan bringt Licht und Schatten für das Sauerland“, urteilt der Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (SPD).

Die Strecke vom Autobahnende Bestwig-Nuttlar bis Brilon hat – trotz des möglichen Vorkommens der Wildkatze – Chancen bis 2030 realisiert zu werden. Andere Projekte zwischen Marsberg und Hallenberg sind dem Rotstift zum Opfer gefallen oder haben kaum Chancen. Der Plan legt fest, welche Projekte aus Sicht des Bundes am dringendsten sind und welche wahrscheinlich bis 2030 umgesetzt werden.

Erwartungsgemäß keine Schwierigkeiten beim laufenden Projekt A 46 Bestwig-Nuttlar mit Zubringer B 480 n
Die Strecke ist bekanntlich im Bau. Sie steht bei den laufenden Projekten im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Dass das Projekt noch verzögert werden könnte, stand zwar nie im Raum. „Es ist dennoch ein positives Zeichen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg (CDU).

F Recht positive Bewertung für Realisierung B7 – Weiterbau von Nuttlar bis Brilon
Das Projekt steht im vordringlichen Bedarf. Mehr konnte bei dem bisherigen Planungsstand von Landesseite nicht erwartet werden. „Dass der durchgehende Lückenschluss zwischen Hemer und Neheim, sowie die B7n von Nuttlar in Richtung Brilon in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wurden, ist eine gute Nachricht für die Region. Damit sind beide Projekte in den kommenden Jahren finanziell hinterlegt“, so Sensburg. Erst kürzlich hatte das Land – wie berichtet – angekündigt eine zweite Artenschutzuntersuchung für B7n von Nuttlar in Richtung Brilon in Auftrag gegeben, da es im Planungsareal möglicherweise Wildkatzen gibt. Durch diese Verzögerung wird länger unklar sein, ob oder mit welchem Verlauf der Weiterbau zu realisieren ist. Denn erst wenn diese neuerliche Untersuchung Mitte des Jahres abgeschlossen ist, könnte Baurecht geschaffen werden – die Voraussetzung für die Hochstufung im Bundesverkehrswegeplan. Erst dann besteht die Chance, dass der Bund Geld für den Bau frei gibt.

G Kaum Chancen für Umgehungsstraßen im zwischen Marsberg und Hallenberg.
Der Bau von Ortsumgehungen wird wenig Chancen auf Realisierung haben. Die Ortsumgehungen Brilon/Alme und Olsberg/Wiemeringhausen werden im Bundesverkehrswegeplan zumindest unter der Kategorie „Weiterer Bedarf“ geführt – die niedrigste Prioritätsstufe. Für andere Umgehungsstraße, die nach Berlin gemeldet wurden, sieht es noch schlechter aus. Die Ortsumgehungen Hallenberg, Winterberg/Züschen, Alme-Bad Wünnenberg oder Winterberg/Niedersfeld werden in dem Papier überhaupt nicht aufgeführt.

Was noch?

Im Rahmen eines sechswöchigen, öffentlichen Beteiligungsverfahrens, das am 21. März beginnt, können Bürger und Institutionen Stellungnahmen zu den einzelnen Projekten abgeben. „Es besteht die Möglichkeit, Kritik an der Einstufung vorzubringen“, sagt Wiese. Es gehe jetzt darum wichtige Projekte wie den Weiterbau von Bestwig-Nuttlar bis Brilon über die politischen Grenzen hinweg zu unterstützen. „Wir müssen also weiter wie bisher Politik für das Sauerland machen.“

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