Bündnis kritisiert Klage des NABU

Marsberg..  Das „Aktionsbündnis Artenschutz durch Erneuerbare“ kritisiert den Naturschutzbund wegen der Klage gegen den Windpark Himmelreich in Meerhof. Der Verband hatte wie berichtet in einem Eilantrag einen vorläufigen Baustopp für elf Windkraftanlagen bei Meerhof erwirkt. „Und zwar nicht aus Artenschutz- sondern aus formaljuristischen Gründen“, kritisiert das Aktionsbündnis in einer Mitteilung.

„Damit zeigt der NABU einmal mehr, dass er mit aller Macht einfach nur versucht, unliebsame Erneuerbaren-Projekte zu verhindern“, so Sprecher Daniel Saage Während die NABU-Spitze in Berlin den Klimaschutzplan der Bundesregierung vor Tagen erst als uneffektiv kritisiert habe, würden die Landesverbände vor Ort gegen konkrete Klimaschutz-Projekte klagen.

110 000 Tonnen CO² weniger

Am Beispiel des Windparks Himmelreich zeige sich „auf unglaubliche Weise die Doppelzüngigkeit“ des NABU, heißt es in der Mitteilung. „Jahrelang haben angebliche Naturschützer vor Ort die landwirtschaftlichen Flächen Marsberg-Meerhof als irreparable Agrarsteppe bezeichnet. Jetzt, wo dort Windräder entstehen, sollen dieselben Flächen plötzlich schützenswerte Biotope sein?“, sagt Saage. Dabei sei, so der Sprecher des Bündnisses, jedes lokale Klimaschutzprojekt in Deutschland gleichzeitig globaler Artenschutz. Der jetzt beklagte Windpark Himmelreich würde jährlich den Ausstoß von 110 000 Tonnen CO² verhindern.

 
 

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