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Ausbildungsbörse und Handel in die Winterberger Gewi integrieren

Ausbildungsbörse und Handel in die Winterberger Gewi integrieren

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Foto: Privat
Alle drei Jahre präsentiert sich die heimische Firmenlandschaft auf der Winterberger Gewerbeschau (Gewi). In diesem Jahr ist nicht nur der Standort neu, auch das Programm wird sich am 17. und 18 Mai verändern. Die Westfalenpost sprach mit Unternehmens-Sprecher Heijo Krevet darüber.

Winterberg. 

Alle drei Jahre präsentiert sich die heimische Firmenlandschaft auf der Winterberger Gewerbeschau (Gewi). In diesem Jahr ist nicht nur der Standort neu, auch das Programm wird sich am 17. und 18 Mai verändern. Die Westfalenpost sprach mit Unternehmens-Sprecher Heijo Krevet darüber.

Frage: Warum haben Sie sich für den neuen Standort in der Innenstadt und am Oversum entschieden?

Heijo Krevet: Um die Gewi noch attraktiver zu gestalten, sollte der Handel und eine interkommunale Ausbildungsbörse mit eingebaut werden. Dies hätten wir am bisherigen Standort Remmeswiese nur mit erheblichem finanziellen und materiellen Aufwand umsetzen können, denn das ehemalige Gelände von Getränke Becker steht uns nicht mehr zur Verfügung, da alle Flächen und Hallen vermietet sind. In der Innenstadt können wir die neue Stadthalle im Oversum nutzen und über die obere Pforte, die Hauptstraße und den Waltenberg, den Handel in Winterberg mit einbeziehen.

An dem Gewerbeschau-Wochenende ist verkaufsoffen, d.h. die Geschäfte in der Innenstadt haben alle geöffnet. Ich denke, dass wir bei der jetzigen Lösung ein geschlossenes System vom Waltenberg über die Hauptstraße bis hin zum Oversum schaffen können.

Wie laufen die Vorbereitungen?
Die Vorbereitungen laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Mails werden verschickt und telefonische Anfragen müssen beantwortet werden. Plakate und Werbebanner müssen aufgehängt und Werbeanhänger an neuralgischen Punkten aufgestellt werden. Dies ist von mir und unserer Firma alleine nicht mehr zu leisten. Daher bin ich außerordentlich dankbar, dass mir diese Last von dem Gewi-Team und hier insbesondere von Michael Beckmann, Winfried Borgmann und Sahra Dederichs von der WTW und dem Stadtmarketing von den Schultern genommen wird. Wurde die Gewi beim ersten Mal allein von einem kleinen Team und mir organisiert, so haben wir Unternehmer vom Rat der Stadt Winterberg und vor allem durch unseren Bürgermeister Werner Eickler diese große Unterstützung erfahren.

Die Gewi ist und bleibt aber eine Veranstaltung der Unternehmer unserer Großgemeinde und ist nicht, wie immer wieder fälschlich dargestellt wird, eine Veranstaltung der Stadt.


Wie viele Anmeldungen gab es in der Vergangenheit und mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Bei allen Gewerbeschauen hatten wir rund 100 Anmeldungen von Winterberger Unternehmen. Ich betone extra „Winterberger Unternehmen“, da sich nur Winterberger Unternehmer für die Gewi anmelden können. Anfragen von Unternehmen aus dem Umkreis von 20 bis 50 Kilometern mussten daher immer mit einer Absage beschieden werden. Dies zeigt uns, dass die Gewi auf großes Interesse stößt und eine Gewerbeschau ist, bei der es sich lohnt mitzumachen, denn ca. 20 000 Besucher, die wir durch das Preisausschreiben jeder Gewi ermittelt haben, machen Mut und jeder Unternehmer kann dem interessierten Publikum seine Dienstleistung und Wertschöpfung darstellen.


Oft werden Sie als Vater der Gewi bezeichnet. Stimmt das?
Das ist nicht richtig. Ich bin zwar seit der ersten Minute dabei, aber die Idee dazu hatten Robert Hegel und Will Ringler. Die beiden Unternehmer wollten ein Sommerfest veranstalten und haben mich gefragt, ob ich mit meinen Unternehmen mitmachen wolle. In der ersten Woche der Organisation dieses Sommerfestes hatten sich schon über 20 Unternehmen gemeldet, die bei diesem Sommerfest ebenfalls mitmachen wollten. Später waren es dann über 100. Bei einer Versammlung wurde dann entschieden, dass ich für die Unternehmen sprechen sollte. Damit war der Sprecher der Unternehmer geboren. Aber sicher nicht, weil ich dafür besonders prädestiniert bin. Ich denke eher, dass alle froh waren, dass ich ihnen den Job abgenommen habe, der nicht immer nur lustig ist. So muss oft zwischen mehreren Unternehmen, Meinungen vermittelt und überzeugt werden. Und dass ich diese viele Arbeit nicht allein schaffen kann liegt auf der Hand. Daher bin ich froh, dass mir die bereits genannten hauptamtlichen Mitarbeiter und dass ehrenamtliche Organisationsteam tatkräftig zur Seite stehen und mir ständig den Rücken frei halten.

Was diese Helfer über Tage leisten, ist nicht hoch genug anzuerkennen.

Bleiben Sie auch künftig an Bord?

Wie lange ich der Gewerbeschau erhalten bleibe, hängt sicherlich von mehreren Faktoren ab, die ich alleine nicht zu bestimmen habe und auch nicht bestimmen kann.

Zum einem liegt es daran, wie man mit mir als Person und unserem Unternehmen umgeht und ob die Unternehmer auch in Zukunft möchten, dass ich sie vertrete, für sie spreche und bei Bedarf vermittel.