Auf Kletterlandschaft den Bromberg erleben

Auf dem Bromberg in Medebach soll eine Kletteranlage entstehen.
Auf dem Bromberg in Medebach soll eine Kletteranlage entstehen.
Foto: WP
Nach vielen Überlegungen und verworfenen Ideen gibt es nun einen konkreten Entwurf für den Osthang des Brombergs: Dort soll die bestehende Spiel- und Freizeiteinrichtung des Center Parcs erweitert werden.

Medebach.  Über eine Länge von 160 Metern soll sich die neue Kletterlandschaft den Bromberg hinauf schlängeln - verschiedene Spielelemente zum Klettern und Spielen wie eine Rutsche sind mit Seilkonstruktionen ähnlich einem Spinnennetz oder einer Brücke miteinander verbunden. Das ist der Plan für das Gelände neben dem Spielplatz des Center Parcs in Medebach, um den es in der heutigen Sondersitzung des Stadtrates Medebach geht.

Zunächst muss der Rat über eine Änderung des Flächennutzungsplans entscheiden - denn momentan ist das Areal offiziell noch Wald. Erst danach kann mit der konkreten Planung begonnen werden.

Nach vielen Überlegungen und verworfenen Ideen gibt es nun einen konkreten Entwurf für den Osthang des Brombergs: Dort soll die bestehende Spiel- und Freizeiteinrichtung des Center Parcs erweitert werden. Am Rande des Waldgebietes soll das Kletternetzsystem vom Fuß des Brombergs bis zu einem höher gelegenen End- bzw. Aussichtspunkt installiert werden. Dazu soll das Geländerelief ausgenutzt werden. Insgesamt sind 32 Höhenmeter zu überwinden. Grosche: „So soll der ganze Bereich erlebbar gemacht werden.“

Zielgruppe

Die Zielgruppe sind vor allem Familie mit Kindern im Alter bis 14 Jahre. Mit dem Konzept für die Kletterlandschaft wäre keine Aufsicht der Kinder erforderlich.

Ähnlichkeiten mit bereits bestehenden Angeboten wie der Kletterwald in Winterberg oder der Hochseilgarten in Küstelberg gibt es laut Grosche nicht. „Wir wollen die Angebote in der Region ergänzen und auf keinen Fall damit konkurrieren“, betont er. „Mit der Anlage wollen wir eine Nische mit etwas Neuem nutzen.“ Denn eine solche Anlage gebe es wohl laut dem Planungsbüro noch nicht in Deutschland. „Natürlich müssen wir schauen, ob das Angebot den Nerv der Zeit trifft, aber wir sind optimistisch.“

Untersuchungen

Vor der Ratssitzung wurde das Waldgebiet bereits von verschiedenen Fachbehörden unter die Lupe genommen, um eventuelle Hinderungsgründe früh zu entdecken. „Die Fläche wurde weiträumig untersucht“, so Grosche. Beteiligt waren bereits die Untere und Obere Landschaftsbehörde, der Landesbetrieb Wald und Holz sowie die Bezirksregierung. „Die Ergebnisse sehen gut aus“, meint Grosche. „Unser Wunsch ist, dass die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen.“

Die Kletterlandschaft ist ein Projekt der Touristik Gesellschaft Medebach.

Die voraussichtlichen Kosten von 500 000 Euro will die Touristik komplett selbst stemmen - denn genau für solche Investitionen hat sie in den vergangenen Jahren die freiwillige Bettenabgabe der Übernachtungsbetriebe angespart.